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Skyvahery male

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1

Friday, April 23rd 2004, 2:29am

Böse Charaktere

Als alter Paladinspieler bin ich mit bösen Charakteren nicht sonderlich vertraut. Darum meine Frage in die Runde:

Was macht den Reiz von bösen Charakteren aus?

lost soul male

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2

Friday, April 23rd 2004, 11:27am

Was mich an einem bösen Charakter auf jeden Fall reizen würde ist, dass man auf keinen Rücksicht nehmen muss.

Sowohl innerhalb der Gruppe als auch nach Aussen.

Ist zwar für die Gruppendynamik hinderlich, aber hier die Waage zu finden, ist doch wohl eine Herausforderung!

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3

Friday, April 23rd 2004, 12:31pm

Für mich würde der Reiz sein, das ich mal alles das machen darf, was in der Realität verboten wäre. So nach dem Motto was kostet die Welt!
Springt einer nicht nach meinem Willen mach ich ihn halt kalt.....
Nur mal so zum ausprobieren.
Ich glaube aber, daß ich auf dauer die Lust an einem solchen Charakter verlieren würde und mir ganz schnell einen neuen Charakter zulegen würde.....

Gruß
Darkex
Ich bin dafür verantwortlich was ich sage, aber nicht dafür was Du verstehst!

Ithanauer male

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4

Friday, April 23rd 2004, 12:37pm

Als Spielleiter hat eine böse Gruppe auch einen gewissen reiz. Das Böse neigt dazu andere zu unterdrücken. Also setzt mann eine Truppe unter einen Herrscher oder als Söldner für einen Tyrann oder sie sind aufgestigene Sklaven. Magier könnten sich für viel Gold in die Dienste eines anderen stellen oder ähnliches.

Fakt ist: Eine böse Gruppe, die ohne einen Führer ist, ohne Diktator oder ständigen Auftraggeber geht schnell den Bach runter, weil es auch schnell langweilig wird immer "nur" einfach Böse zu sein.

Ich habe es genossen einmal einen bösen Char zu spielen. nicht lange, aber es hat seine Reize. Vorrausgesetzt der Spielleiter hat ein gutes Konzept für eine böse Gruppe.
The truth may be out there, but lies are inside your head.
- Terry Pratchett -

Irgendwann findet man mal das Ende eines Regenbogens und stellt fest, dass diese Koboldsau eine Bombe in den Kessel gelegt hat!
- abgewandelter Spruch aus "Transformers - Die Rache" -

Stratovarian male

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5

Friday, April 23rd 2004, 1:01pm

Hello World!

Ich bin zwar nicht der super-erfahrene Rollenspieler (Darkex kann das bestätigen :-) ), aber ein sehr interssierter und lernwilliger, und keinesfalls ein meinungsloser. Deshalb nun mein Senf zu dem Thema:

1. Ich stelle mir vor, dass jeder irgendwann mal mit dem Gedanken spielt, was passiert wäre, wenn er (oder sein Char) in der einen oder anderen Situation so oder so (auf jeden Fall anders, sprich böse!) reagiert hätte. Nun ist das ein Rollenspiel: dies impliziert ja, dass jeder Spieler nicht irgendeine Rolle spielt, die gerade in die Gruppe oder in die Kampagne passt, sondern er ganz bewusst in eine Rolle schlüpft, welche ihm Aktionen erlaubt, die im Alltag nicht machbar oder auch nur denkbar wären; ein wirkliches Spiel mit der Rolle und der Phantasie also. Bei vielen (ich möchte fast behaupten bei beinahe allen) gehören auch böse Aktionen mit einem bösen Charakter zu denjenigen Handlungen, die man "immer schonmal ausprobieren" wollte, aber nie die Gelegenheit hatte.
In unseren Rollenspielen spielt man ja meistens "gute" Charaktere, man hat ehrenvolle Ziele und Aufgaben, gesetzesbrecherisch ist man höchstens in Robin-Hood-Manier, wenn die sogenannten Gesetzeshüter die Bösen sind. Der letzte Punkt zeigt aber, dass Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" manchmal (sogar fast immer) fließend sind. Über die reine Begrifflichkeit ist der Gute nicht von dem Bösen zu scheiden.
Auch innerhalb der (im Grunde "guten") Gruppe verschwimmen diese Grenzen ja: der eine ist ein strahlend-weißer Paladin mit Engelsgesicht und nicht einem unkeuschen Gedanken, der andere ein saufender, pöbelnder Haudegen, der aber eigentlich herzens"gut" ist, der nächste ist ein Dieb (Robin Hood lässt grüßen!), der letzte scheut auch vor Meuchelmord (wenn's denn den Richtigen trifft!) nicht zurück. Nur wer entscheidet, wer der Richtige und wer der Falsche ist. Der Unterschied zwischen Gut und Böse bleibt also so offen wie subjektiv.
Zurück zum Thema: Wenn man also nun die Gelegenheit bekommt, einmal so richtig "über die Stränge zu schlagen", dann sollte man das auch tun. Ich bezweifle, dass sich das negativ auf das Spiel auswirkt (nur falls da irgendwelche Einwände kommen!), ich glaube vielmehr, dass das den Horizont eines jeden Spielers erweitern kann, jetzt mal fern ab von den Charakteren oder der Geschichte...

2. Bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der an "Vampire" ein gutes Haar (im Vergleich mit anderen Rollenspielen) gelassen hätte. Für jeden Spieler, der immer schon einmal gern einen Vampir spielen wollte (und den Unken-Rufen glaubt und keine eigenen Erfahrungen mit dem System machen will), ergibt sich ja hier eine gute Gelegenheit.
Außerdem gibt's wahrscheinlich viele, die so denken wie ich, dass Szenarien (ob als Film, Buch, Geschichte oder RPG), die mit Vampiren dermaßen überfrachtet sind, nicht so toll sind (die Aussage soll jetzt auf gar keinen Fall Auslöser für weitere Diskussionen sein, is' nur meine Meinung). Deshalb ein weiterer Grund in einem anderen Rollenspiel beispielsweise einmal einen Vampir-Charakter auszuprobieren.

Bis dahin ersteinmal. Freue mich über Reaktionen und eine spannende Diskussion.

Bis denne
Strato

Zitat

"Es gibt drei Möglichkeiten, eine Firma zu ruinieren: mit Frauen, das ist das Angenehmste; mit Spielen, das ist das Schnellste; mit Computern, das ist das Sicherste."
- Oswald Dreyer-Eimbcke

Zitat

"Unsere Mannschaft ist vorne vom Feinsten bestückt... und ich genieße das von hinten. "
- Ein Torwart

Ithanauer male

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6

Friday, April 23rd 2004, 1:12pm

Also nur so aus Prinzip gebe ich Dir Recht.

Ich als SL habe noch nie einen Char wegen einer "bösen" Aktion bestraft und werde es auch nicht tun.
Ich reagiere mit seinem Umfeld. Natürlich reagiert seine umgebung auf das was ein Charakter tut. Und nur weil jemand meint eine böse Handlung auszuführen ist er nicht gleich ein böser Charakter. Er sollte es nur nicht zur Gewohnheit werden lassen. Denn dann könnte schnell ein Image daraus werden.

Alles weitere könnt Ihr euch ja denken. Ein gutes Beispiel ist Distanto. Vielleicht äußert er sich auch irgendwann einmal zu diesem Thema... wenn er mal wieder ins Forum reinschaut...
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7

Friday, April 23rd 2004, 2:02pm

Strato hat die Diskussion ein wenig ins philosopische reingedrückt! Kein Vorwurf. Im Prinzip hat er ja recht wenn er hinterfragt: Was ist gut und was ist böse.
Nur argumentiert er mit Subjektivitäten. Das führt aber nicht weiter!!!! Denn wenn es der Standpunkt macht wird eine gut eingestellte Person eine Situation anders bewerten als eine böse eingestellte Person. Wir müssen also in dieser Frage Objektiv sein.
Objektivität ist aber nicht zu erreichen in diesem Punkt, weil wie gerade ausgeführt alles Subjektiv ist.
Selbst wenn wir uns auf die Religion berufen ist das nicht Objektiv. Man denke an das alte Testament oder die Inquisiton. Bei letzterer wird mir jeder eindeutig zustimmen das das nicht gut in diesem Sinne war.

Ergo: Um ein bischen Objektivität zu bekommen bzw. besser gesagt um näher dran zu kommen, gehen wir doch von der herrschenden Meinung aus.

SOO!!!! Und jetzt ihr.....:P
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Skyvahery male

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8

Friday, April 23rd 2004, 2:46pm

Danke für Eure Reaktionen.

Letztlich bin ich wohl schon zugemüllt vom AD&D-Schema (rechtschaffen-neutral-chaotisch, gut-neutral-böse). Dort unterscheiden sich beispielsweise rechtschaffen gute Charaktere von rechtschaffen bösen eigentlich nur im unterschiedlich ausgeprägten Egoismus. Demnach können auch böse Charaktere ehrenvoll handeln. Der böse Charakter denkt immer zuerst an sich selbst. Das sehe ich nicht unbedingt so.
Wenn ich Eure Aussagen richtig interpretiere, ist derjenige böse, der Böses tut. Und da stimme ich Euch auch zu… das ist nicht immer klar zu trennen. Mag sein, dass jeder durch die Gesellschaft anders geprägt wird und dementsprechend andere Vorstellungen von gut und böse hat. Aber feiger (aus Geldgier begangener) Meuchelmord wird doch von den meisten Menschen als böse bezeichnet werden. Ebenso wie aus Selbstlosigkeit gute Taten hervorgehen. Unsere Gesellschaft ist für extreme Situationen doch recht sensibilisiert.

Ich finde allein den Gedanken, vollkommen frei, ohne Moral oder Wertesystem durch eine Welt zu laufen. Alles machen, was ich will? Ohne Konsequenzen? Ist für mich ein wenig kurzfristig gedacht. Wahre Freiheit gibt es nicht. Weder im RL noch im Rollenspiel. Es gibt immer Grenzen. Es gefällt mir auch nicht, wenn die „Gruppe“ nach dem Motto handelt: „Jeder macht seins“ oder „Wer findet darf behalten“.

Auch als Paladin mache ich Dinge, welche ich im RL nicht mache. Dazu muss ich nicht böse sein. Also mir würde ein böser Meuchler nicht erst nach einer Zeit lang langweilig werden, sondern darauf hab ich schon von vornherein keine Lust. Damit verurteile ich mitnichten Spieler, denen das gefällt. Ich bin halt leider selbst sehr beschränkt, was ich alles spielen will. Es gibt Rollenspieler, die können und wollen alles spielen. Das kann ich nicht. Da bin ich doch recht limitiert.

Praktisch stellt sich mein Problem wie folgt dar:
Die Gruppe setzt sich derzeit aus einem Daywalker-Assassin (Vampir), einem Werwolf-Krieger und einem Schwarzmagier zusammen. Sie ist also prinzipiell als böse anzusehen. Ich selbst habe einen rechtschaffen guten Bogenbauer/-schütze gespielt. Der Daywalker hat in seinem Blutdurst ein paar Menschen ermordet. Daraufhin hat sich die Inquisition eingeschalten. Letztlich führte das dazu, dass mein Charakter der Inquisition alles gestand, den Daywalker und seine Begleiter jedoch nicht auslieferte (bzw. ausliefern konnte). Somit habe ich mich selbst aus der Gruppe gekickt. Der Charakter passt einfach nicht zur Gruppe. Somit müsste ich einen bösen Charakter spielen. Zumindest einen, dem es egal ist, dass die anderen über Leichen gehen. Und das ist „gegen meine Natur“.

Stratovarian male

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9

Friday, April 23rd 2004, 3:50pm

in diesem speziellen fall hast du (oder besser ihr) aber doch ein prob mit der gruppenzusammensetzung und der -dynamik, und nicht mit den bösen charakteren im allgemeinen (wenn du die denke deines paladin mal ablegst und dich dann besinnst, dann kommt dir vielleicht ein böser char auch nicht mehr so fremd [muss nicht, aber kann!] vor, wie aus der recht limitierten sichtweise eines paladin (ich sag nur: rechtschaffen gut!)). das heißt jetzt nicht, das du sofort in die rolle eines dämon oder so schlüpfen musst, wenn dein paladin stirbt oder wenn du mal einen anderen charakter spielen willst/musst. ich will nur sagen, dass rollenspiel doch auch bedeutet, manchmal rollen zu spielen, mit denen man nicht so vertraut ist - wer von uns ist denn WIRKLICH mit dem denken und handeln eines paladins oder eines warriormages (oder was auch immer!) vertraut. versteh mich bitte nicht falsch, ich will niemandem eine vorschrift machen, wie er rollenspiel zu betreiben hat, oder vorgeben, wie gutes rollenspiel auszusehen hat. das muss jeder selbst entscheiden. und spielen muss auch jeder selbst. nur vielleicht tut "über den tellerrand schauen" manchmal (dem spiel und dem einzelnen spieler) ganz gut.

ball wieder im spiel ...
bis denne strat

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Ithanauer male

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10

Saturday, April 24th 2004, 1:24pm

Harte Worte (aber auch wahr) Strat,

das Rollenspiel hielt einem schon sich selber besser kennen zu lernen. Man ergründet seine tiefsten Neigungen, aber man kann auch neue sachen ausprobieren. Ich denke, dass wenn Skyvahery keine rechtschaffend Böse Chars spielen kann, so spricht das charakterlich eigentlich für sie!
Das mit dem "über den tellerrand schauen" ist ein guter Ansatz um sich ein paar Gedanken zu machen. Das mit der Inquisition hätte der Spielleiter einleiten müssen, nicht dein Char. Ich denke, dass die SL hier schon zugelassen hat, dass böse Chars mit "rechtschaffend" gut Gesinnten zusammen in einer Gruppe existieren, oohhhhh... Grobe Fahrlässigkeit.
Wenn ein Spielleiter niemanden seine Grenzen aufzeigt, dann neigen Spieler zu Größenwahnsinn. Siehe den Daywalker (die Rassenbezeichnung an sich ist schon lächerlich). Wenn, dann würde ich sowas höchstens als NPC zulassen...

Ich könnte vieleicht auch keinen Char spielen, der Abgrundtief Böse ist, vielleicht tyrannisch, aber nicht durch und durch Böse.

Hier meine zwei €-Cents *klimperl*
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Skyvahery male

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11

Saturday, April 24th 2004, 2:30pm

Also. Es ist ja nicht gerade so, dass ich erst seit gestern rollenspiele. Ich habe in der Vergangenheit schon den einen oder anderen Charakter ausprobiert. Es war auch mal so etwas in der Art dabei, das man evt. als böse bezeichnen könnte. Meine persönliche Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass ich mich mit diesen Charakteren nicht wirklich wohl fühle. Meine Erfahrung hat mich sogar dahingehend geprägt, dass ich Folgendes behaupte:

Spieler spielen mehr oder minder immer die gleichen Charaktere (sofern sie die Charaktere aussuchen können). Selbstverständlich andere Berufe oder Rassen. Manchmal auch zwanghaft anderes Verhalten. Aber die Persönlichkeit, die in den Charakter einfließt ist immer dieselbe. Es gibt auch Ausnahmen. Es mag auch Spieler geben, die das ganze Spektrum abdecken können. Aber diese sind rar, falls es sie überhaupt gibt.

Klar…wenn der SL sagt, Du hast Deinen Charakter auf eine gewisse Weise zu spielen, dann trifft das nicht zu. Fraglich ist dann aber das Wohlbefinden der Spieler. Diese Meinung vertrete ich, beharre aber nicht darauf. Widersprüchliche Meinungen werden toleriert.


Im diesem speziellen Fall war weder dem SL noch mir so richtig klar, dass es eine böse Gruppe werden wird. Das hat sich erst richtig beim Spielen herauskristallisiert. Ursprünglich war die Gruppe wohl als Neutral gedacht. Und mir war bei der Charaktererschaffung die Loyalität zur Obrigkeit noch nicht so klar. Egal. Es waren zwei sehr interessante Sitzungen, die mir großen Spaß gemacht haben.

Der SL neigt geradezu zum Powergaming. Die Charaktere (wie die Gegner) sind immer ein wenig überzogen und übermächtig. Das ist seine Art des Meistern. Btw… Daywalker ist keine Rasse, sondern eine einmalige Kreatur, die diese Welt hervorbrachte *schulter zuck*.

Ich werde wohl einen rechtschaffen bösen Drow spielen. Dazu muss ich mir nur noch nen kleinen Verhaltens-(Ehren)-Codex zurechtschustern. Des basst dann scho…hoffe ich.

Ithanauer male

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12

Saturday, April 24th 2004, 4:52pm

Quoted

Original von Skyvahery
Also. Es ist ja nicht gerade so, dass ich erst seit gestern rollenspiele.

Das hat ja auch keiner gesagt... ;-)

Quoted


Der SL neigt geradezu zum Powergaming. Die Charaktere (wie die Gegner) sind immer ein wenig überzogen und übermächtig. Das ist seine Art des Meistern. Btw… Daywalker ist keine Rasse, sondern eine einmalige Kreatur, die diese Welt hervorbrachte *schulter zuck*.

Hiermit genemigt. Die SL sollte dann einmal Shadow-World ausprobieren. Ist so eine Art Talislanta im RM-System... sehr Magie- und Macht-Lastig.

Quoted


Ich werde wohl einen rechtschaffen bösen Drow spielen. Dazu muss ich mir nur noch nen kleinen Verhaltens-(Ehren)-Codex zurechtschustern. Des basst dann scho…hoffe ich.

Wow. Drow. Ich glaube das ist die einzige Rasse, die wirklich von Grund auf Böse ist... (was ja noch nicht einmal Orks sind) :D Viel Spaß! *doppel :D *
Da hast Du dir ein hartes Stück Brot gekauft.
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Kaisen male

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13

Tuesday, June 15th 2004, 12:32am

Oh, den Thread hatte ich ja ganz übersehen...

Nun als wohl einzige Person unter uns, die von sich behaupten kann sowohl schon eine Böse Gruppe geleitet zu haben und derzeit in einer Bösen gruppe zu spielen, kann ich glaube ich mal meinen Senf zum Thema abgeben.

Zunächstmal sollte man unterscheiden ob die Gruppe oder nur einzelne Spieler Böse sind.
Eine Böse Gruppe spielt ähnlich wie jede andere Gruppe auch, nur ist der Aufgabenbereich etwas anders. Während in Vampir die Maskerade nur gähnende Langeweile herrscht, müssen Böse Fantasy Gruppen Dämonensiegel brechen, Städte Infiltrieren, Morde begehen, und bedienen sich dabei anderer Hilfsmittel wie erpressung, entführung und schrecken.
Ist die Gruppe nicht durchweg Böse und beinhaltet einige nette Charaktere (sagen wir ruhig mal Paladine), so ergibt sich ein enormes Spielpotenzial. Die Bösen müssen nämlich acht geben, daß sie nicht enttarnt werden. All ihre Aktionen müssen verdeckt laufen und man muß ständig auf der Hut sein. Das bedeutet aber nicht, daß man gegeneinander spielt.
Ich spielte einen Untoten jäger und habe bis heute einen Halbvamier Nekromanten in der Gruppe. Wir wußten im Laufe der Zeit von einander was wir waren und hielten uns die ganze Zeit im Auge. Aber da wir uns in der Wildniss aufeinander verlassen mußten und wir uns gegenseitig das Leben (Untotsein) retteten, fanden wir Wege unsere Konflikte zu umgehen. Ohne ein wenig auf einander zu spielen geht es nicht. Die spieler müssen zusammen halten.
Wenn einzelne Spieler Böse sind, muß der Spielleiter jedoch Kreativer mit den Abenteuern werden. Er muß den Bösen die gelegenheit geben hin und wieder einzugreifen, ohne dabei den Plot zu vernichten.

Ich denke man muß es einfach mal miterleben... ist nicht so leicht und erfordert etwas disziplinierteres Rollenspiel. Aber glaubt mir,... 100%ig gute Gruppen haben auch ihren Reiz.
"I was never a religious man.
So why should I put my faith in you?"

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Skyvahery male

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14

Friday, June 18th 2004, 10:22am

Gemischte Gruppen sind ja eigentlich schon Standard, sofern ein Paladin mitspielt... der jenseits der Einstellung gemäßigter Charaktere steht.

Gestern hatte ich dann meinen ersten Auftritt mit meinem Drow. Ist irgendwie schon seltsam. Im Kampf erlitten einige Chars unnötigerweise Wunden. Danach wurde der Drow angeschaut: "Du bist doch Elf... Du kannst doch bestimmt Heilzauber". "Jawohl, kann ich.....und????".

Naja. Unser Daywalker hält sich von böser Gesinnung. Arbeitet aber ständig für die Gruppe. Unser Werwolf hält sich für neutral, aber arbeitet ständig gegen den Rest. Is klar... Unser Magier (Noob) rennt freudig in den Nahkampf hinein *verwirrt*... die Bedeutung Kampfmagier wird hier versucht neu zu definieren.




Ithanauer male

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15

Sunday, June 20th 2004, 12:29pm

Das hört sich nach einer richtigen Spaßtruppe an!
An der Truppe beisst sich jeder Spielleiter die Zähne aus! :D
Nein. Aber die "Selbstfindung" der Spieler in den Charakteren ist doch immer wieder lustig. Endlich können die Leute sich mal austoben! *doppel:D*

So würde mir das auch Spaß machen. Ich denke das geht aber bald vorbei und die Leute fangen an richtig überlegt zu spielen...
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fluffy male

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16

Monday, August 13th 2007, 8:32pm

Du willst wissen warum man gerne Böse ist (reiz)? Das kann ich dir erklären bin selber Böse :D
Wenn man Böse ist kann man machen was man will, dich hälts nie lange an einem Ort. Du hast einen Meister der dich unsterblich macht. Du kannst dir nehmen wass du willst, Du kannst deine Jäger austricksen und dich über die blödheit von den lustig machen. Du ermordest kaltblütig. Du kannst verbotene Sachen benutzen die die anderen fürchten zb Zaubersprüche. Das allerwichtigste ist jeder fürchtet dich und du hast macht große macht. Aber es gibt auch negatives daran:
Du bist allein keiner steht zu dir und wirst vo allen gehast. Du bist immer auf der Flucht es gibt ein Kopfgeld auf dich.
Ich bin ein Dunkelelf und werde nicht eher ruhen bis ich die letzte elfe getötet habe. Um mich dann am ihren blut zu ergötßen buahahaha

Gandil male

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17

Wednesday, September 12th 2007, 9:15am

Böse muss ja nicht gleich Meuchelmörder sein.

Unser SL bastelt gerade an einer Gruppe, die im öffentlichen Leben ehrbare Leute darstellen wird,
während sie im verdeckten für ihre Verbrecherbande operieren wird, von der sie dann Aufträge erhält.
Hier mit Mord und Todschlag durch eine Stadt zu ziehen wäre einfach unangebracht.

Als Einbrecher kann man auch ohne Mord böse sein oder man betrügt die Leute einfach nur, um ihnen ihr Geld abzunehmen.

Ich denke, als SL könnte man da ne Menge draus machen.
Falls es dazu kommen sollte, dass die Gruppe zu gut für solche Sachen wird,
kann der SL auch einfach das lokale Herrschaftssystem durch eine böse Macht über den Haufen werfen.
Und schon kämpft die "böse Gruppe" gegen diese böse Macht auf der Seite der Guten und eine vollkommen neue Welt öffnet sich der Gruppe.

Ich denke, als SL hat man Probleme einer bösen Gruppe eine Primär Quest zu geben und die eben beschriebene Situation könnte eine solche Primär Quest einleiten.

Und während unsere vermeintliche böse Gruppe für das Gute durch die Welt zieht,
kann sie natürlich noch in der einen oder anderen Stadt die Wohlhabenden um ein bisschen Geld erleichtern

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