Als aller erstes ein gepflegtes "Hoi!"
Der rastlose Ithi war zum gestrigen Tag von einer langjährigen Freundin zu einem genialen "Unterwelt-Abenteuer" geladen.
Was mich da als gebürtigem Gladbecker zu einem gepflegtem "BOA!" hinreißt! Denn Freunde, es war absolut beeindruckend und keinesfalls eine alltägliche Erlebnisreise.
Einführung in das Thema durch eine Präsentation. Natürlich (peinlich wie ich bin) immer wieder durch meine ständigen Fragen unterbrochen.
Einkleiden in die Typische Bergmannskluft. Wahr angenehm und zweckmäßig. Inklusive Bergmannsleuchte und Atemfilter, und einem "Sicherheitspieper" (ich nenne den erst einmal so). Eine Sicherheitseinweisung durfte natürlich nicht fehlen!
Dann die Fahrt im Schacht Untertage. 1200 Meter tief hinab. Besser als mit jedem Fahrstuhl innerhalb jedes Fernsehturms. Ich glaube der Korb macht schlappe 12/sek. :D Keine 2min. und wir waren unten.
Erklärung des Lüftungskonzepts und Besichtigung der Kühlanlagen, sowie Pumpenstation und Energieversorgung besichtigt. IMPOSANT, Freunde, imposant.
Danach gab es einen rit auf dem Förderband. Direkt auf der gerade abegbauten Kohle. Schön warm, sag ich da nur...

Das in den Schächten bestehende Löschkonzept für Explosionen unter Tage ist einfach, aber absolut wirkungsvoll! Kunststoffbehälter, gefüllt mit Wasser, werden unter die Decke gehangen. bei einer Explosion entstehenden Druckwelle zerbersten die Kunststoffbehälter und das Wasser wird durch die Druckwelle zerstäubt. Kommt nun die Feuerwand, wird diese durch das zerstäubte Wasser runtergekühlt und somit ihrer Gefährlichkeit beraubt.
Die anschließende Fahrt in der "
Dieselkatze". Ein Spaß, wie in der Einbahn in Wuppertal.
Bei Fahrtende waren wir nahe der Abbaugebiete. Einige 100m Fußmarsch waren es noch, dann waren wir Live beim Abbau der Kohle. Ich sag nur KOHLESTAUB, LÄRM und HITZE. Das ist es, was die Arbeit Untertage zur Hölle macht.
Großen RESPEKT an die Leute, die sich Tagtäglich da die Klinke in die hand geben. Ich würde meinen Bürojob nicht gegen diese Art von Arbeit tauschen wollen (zumal ich sowieso schon Halbinvalide bin).
Nachem ich mir kurzerhand ein "Andenken" gesucht hatte, ging es auch schon wieder mit Dieselkatze und Förderkorb in einem schon über 100 Jahre bestehnden Schacht nach oben.
Die anschließende "Körperpflege" dauerte über eine halbe Stunde. Du hast das verdammte Zeug nicht aus den Augen bekommen! Angus überigens sah aus, als ober gut linierten Kajal drauf hatte...

Leider durften wir Untertage keine Fotos schießen, aber wir haben "vorher->nachher"-Fotos! *prust* Vielleicht zeige ich diese mal einigen Individuen...
Soviel zum Schnellbericht...
Hat Angus noch einen kleinen Kommentar?