Original von Gandil
Moin,
das sind mal heftige Einschränkungen für einen geweihten Kriegermönch!
1. Warum sollte Das Mönchlein keine Waffenkata durchführen können?
Als Waffenloser Kämpfer gehört das einfach dazu. Man stelle sich Bruce Lee ganz ohne Waffen vor! Also kein Nunchaku oder Jo-Stöcke und solche Sachen!
Gut das muß ich jetzt etwas länger erläutern:
Wir sehen den geweihten Kriegermönch als einen stark spezialisierten waffenlosen Kämpfer - Immer steht für seinen Lebensweg die Perfektion seiner Kampfkunst im Vordergrund - Waffen sind deswegen nicht erlaubt weil sie das Prinzip des waffenlosen Kampfes ad absurdum führen:
Der geschichtliche Hintergrund von Kampfsportarten ist immer auf eine Obrigkeit zurückzuführen, die dem einfachen Volk jegliche Art von Waffen verbietet - daraus entstanden zwei unterschiedliche Bewegungen: die der improvisierten Waffen (Nunchaku als Werkzeug zum Getreide dreschen oder die Tonfa als vermeidlicher Spazierstock)
und die bekannten Kampfsportarten... Karate, Capoeira (diese hier jetzt auszuschließen wäre unfair) und Kung-Fu
Anders als es uns in asiatischen Kampfsportfilmen vorgelebt wird, muß man davon ausgehen, daß die gleichzeitige Spezialisierung auf einen Kampfsport und das Meistern einer Waffengattung ein unmögliches Unterfangen ist - wir sprechen hier schließlich nicht von einem 0815 Kämpfer, der eben das hernimmt was gerade zur Verfügung steht, sondern von einem wirklichen Meister seiner Kampfsportart.
Übrigens muß ich noch dazusagen, daß neben dem Kung-Fu keine weitere Kampfsportart das Nutzen von Waffen lehrt - Andererseits ist Kung-Fu so Variantenreich, daß es falsch wäre wenn man von eben solchen Kampfsportlern erwartet, daß sie auch eine Waffe benutzen können.
2. Diese Einschränkung würde ich so nicht anwenden, da man ohne Waffenkata den Verteidigungskraftakt nicht anwenden kann.
Zu Deutsch: Das Mönchlein kann den Verteidigungskraftakt nicht anwenden, da er bei diesem Waffen blocken können muss. Das ist bei Keulen und manchen Schlagwaffen zwar durchaus möglich, aber ein Langschwert zu blocken ist einfach nicht drin, sobald man mehrere Gegner hat und selbst bei einem ist es extrem schwer.
Und ein Waffenloser Kämpfer ohne Verteidigungskraftakt ist wie ein Paladin ohne Rüstung!
wo steht denn das? Im Gegenteil: Die Waffenkata ist eine Möglichkeit den Verteidgungskraftakt benutzen zu dürfen, obwohl ein waffenähnlicher Gegenstand in fast allen Fällen gegen die Regeln der Anwendung des Verteidgungskraftaktes verstößt.
Wie kann man sich nun einen Kampf vorstellen zwischen einem WKler und einen Waffenträger? Nun: Man könnte es viel besser von der anderen Seite betrachten: Wenn zwei Waffenträger gegeneinander kämpfen tritt genau das ein, was du eben beschrieben hast.
Sie "parieren" die Angriffe des Gegners mit ihrer Waffe. Je nach Waffengattung gibt es sogar einen Paradebonus (Main Gauche zb hat einen +15 Bonus bei voller Parade) -
Was macht der WKler? Es wäre falsch und der Fähigkeit unangebracht, wenn man glaubt daß der WKler ohne Waffenkata keine Chance der Verteidgung hat; Seine Verteidgung besteht im bewussten Ausweichen von Schlägen. Es ist ja auch nicht umsonst ein "Kraftakt"
3. Warum sollten alle 8 Wk Grade erlernt werden?
Wk-Hieb und Wk-Wurf können zwar in einem Kampfstil vereint werden, dies ist jedoch relativ selten, da beide einfach zu verschieden sind.
Da geht es wieder etwas ins geschichtliche:
Wieso sollen GWKM's WK-Hieb und WK-Wurf voll erlernen?
Das Meistern einer Kampfkunst bedeutet auch die vermeidlich weniger effektiven Lehren anzunehmen und zu Perfektionieren. Alle Kampfssportarten sind auf Verteidgung ausgelegt - Es geht weniger darum viel Schaden zuzufügen als den Gegner kampfunfähig zu machen und sich dadurch zu schützen. WK-Hieb und WK-Wurf sind aus meiner sicht in die Offensive und Defensive Variante der Kampfkunst einzugliedern. Ein GWKM der etwas auf sich hält, wird niemals das verschmähen, was ihn später erst zu einem wahren "Meister" seiner Kampfkunst machen lässt. Karate und Kung-Fu zb haben beide eine offensive und eine Defensive Variante. Zwar gäbe es natürlich noch sachen wie Judo.... aber mal ehrlich: kann jemand sein Leben auf etwas ausrichten, was in seiner Komplexität nichtmals ansatzweise an andere Kampfsportarten heranreicht? Ich möchte das jetzt nicht zu weitreichend erläutern, aber ich glaube man kann es nachvollziehen.
4. Warum ändert ihr die Krits ab?
Das leuchtet mir einfach nicht ein. Das könnte ja auch heißen, dass das Mönchlein einen Angriffswurf (mit bonus) von 200 schaffen muss, um denselben Schwere eines Kritischen Schaden wie ein Nahkämpfer bei einem Wurf von 150 zu erreichen.
naja, war vielleicht ein Fehler, daß ich es unerklärt dazugeschrieben habe:
Es gibt viele Dinge die gegen bestimmte menschenähnliche Gegner nicht funktionieren in den WK-Krit-Tabellen. Eigentlich könnte man das eher unter Besonderheiten bei Gegnern führen.
Das heißt nicht, daß ein GWKM bei einem Standard-Gegner irgendwelche Nachteile hat was Krits angeht.
5. Warum ist der Kampf gegen große und gewaltige Wesen nur unter schwierigen Bedingungen möglich?
Ganz einfach: Es gibt einfach physikalisch-anatomische Grenzen, die einem WKler gesetzt sind. Ein Stahlgolem ist mit Faust- und Fußhieben nicht zu besiegen. Drachen sind schlichtweg zu groß als daß man gefährliche Körpertreffer - so wie sie in Kung-Fu, Karate usw. gelerht werden - erzielen kann.
Es soll einfach auf die besondere Spezialisierung solcher Kämpfer eingehen: Ihre Schläge sind für Humanoide Gegner gedacht und für nichts anderes.
ansonsten muß ich dir aber Recht geben: der GWKM wird definitiv überbewertet. Kämpfen ist nur ein kleiner Bestandteil von Rolemaster, das sollte man nicht vergessen.
p.s.: ja magier sind übermächtig :)