Thursday, February 9th 2012, 2:48pm UTC+1

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Torshavn male

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1

Thursday, August 12th 2010, 12:06pm

MERS- Die Abenteuer eines Beorningers

Im Nordwesten Mittelerdes liegt das Nebelgebirge. Eine hohe schneebedeckte Bergkette voller dunkler Geheimnisse, verlassener Mienen und Orks. Das ist mein zu Hause. Ich lebe mit meinem Volk, man nennt uns Beorninger, am großen Fluss Anduin zwischen Nebelbergen und Düsterwald. Wir sehen es seit alters her als unsere Aufgabe an die Pässe über die Berge frei zu halten für Händler und andere Reisende. Doch wir leben in düsteren Zeiten. Die großen Städte auf der Westseite des Nebelgebirges sind schon lange verschwunden. Nur noch wenige Orte existieren in der gefährlichen Wildnis.

Wir schreiben das Jahr 3001 des dritten Zeitalters. Der Sommer ist bald vorüber. Man nennt mich Berelath. Ich bin ein Wanderer, Naturkundiger und Heiler. Aber, wie viele andere in meinem Stamm, kann ich auch ganz gut den Speer und die Axt führen. Gerade bin ich mit meiner Reisegefährtin Mirwen, einer Dunadan mit magischen Kräften, wieder in Leet am Fuße der Berge angekommen. Die kleine Enklave ist nicht mehr als ein gut befestigtes Dorf mit 130 Einwohnern, das immer noch den Naturgewalten und den Orks trotzt. Unser letzter Auftrag hatte uns bis ins zerstörte Tharbad geführt. Wir waren froh wieder hier zu sein.

Das Gasthaus „Zum Brandkessel“ ist der gemütlichste Ort in ganz Leet. Ich genieße an diesem Nachmittag endlich wieder ein warmes Essen und einen großen Krug Bier. Mirwen macht mich nach kurzer Zeit auf einen Fremden aufmerksam, der an einem Tisch in der hintersten Ecke des Schankraums über einem Becher Bier brütet. Ich hatte den gramgebeugten alten Mann schon beim Hereinkommen bemerkt, aber nicht weiter beachtet. Nun tat er mir leid. Wir riefen ihn an unseren Tisch, auf einen weiteren Becher. Der Alte ist nicht sehr redselig. Er will uns anfangs nicht einmal seinen Namen sagen. Irgendein tiefer Kummer scheint ihn zu belasten. Und dann plötzlich erzählt er uns die ganze Geschichte:

„Ich heiße Nolmo. Ich bin über das Nebelgebirge gekommen auf der Suche nach Hilfe für mein Dorf. Wir leben im südlichen Düsterwald von dem, was uns die Natur gibt. Doch Orks durchstreifen seit geraumer Zeit die Gegend. Und es werden immer mehr. Wir können uns nicht mehr gegen sie wehren. Ich habe versucht mit dem Brauen von Tränken ein bisschen Silber zu verdienen, um Abenteurer bezahlen zu können. Leider war ich nicht sehr erfolgreich. Für einen besonderen Trank, den ein Edelmann bei mir bestellt hat, brauche ich eine sehr seltene Pflanze. Wollt ihr euch nicht ein paar Silberstücke verdienen?“

„Warum eigentlich nicht“, ging es mir durch den Kopf. Ich könnte wieder einmal in der Heimat vorbei schauen. Nach kurzem Blickkontakt zeigt sich auch die Magierin einverstanden. „Was möchtet ihr genau das wir für Euch tun? Und was seit ihr bereit zu zahlen?“ fragte ich den alten Mann.

„Findet mein Dorf. Schaut dort nach dem Rechten“ antwortete er mit kummervoller Stimme. „Und sucht nach dieser Pflanze. Sie ist sehr selten, findet sich am ehesten auf einem Schlachtfeld. Die Pflanze ist von einem dunklen saftigen Grün, knollenförmig und Stachel bewehrt“ sprach er weiter. „Fünfundzwanzig Silberstücke kann ich euch beiden geben“ machte er uns sein Angebot.
Wir willigten ein, nachdem wir den Proviant für die Reise noch als Bonus dazu bekamen. Am nächsten Morgen sollte es losgehen…

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2

Thursday, August 12th 2010, 1:21pm

Kapitel 2 : Über die Nebelberge

…Mit den ersten Sonnenstrahlen brachen wir auf. Wir hatten Glück. Der Hochpass würde noch schneefrei sein. Wir kamen gut voran. Das erste Nachtlager in einer kleinen Höhle errichteten wir schon am Fuß des Passes.

In der zweiten Hälfte der Nacht, während meiner Wache, hörte ich leise Stimmen in der Nähe. Kurz darauf konnte ich Schatten erkennen. Zwei Orks bewegten sich auf unseren Lagerplatz zu. Sie schienen uns aber nicht bemerkt zu haben. Ich weckte Mirwen. Gemeinsam warteten wir ab. Nichts geschah. Die Orks mussten sich niedergelassen haben. Ich schlich mich in die Nacht davon, um sie zu suchen. Unweit von unserem Lager fand ich die beiden in einer Höhle in ein aufgeregtes Gespräch vertieft.

Noch vor Sonnenaufgang umgingen wir unsere Feinde und verschwanden im Pass. Der Weg verlief steinig und steil. Immer wieder stieß ich auf frische, nur wenige Stunden alte Spuren von Orks. Sie schienen wirklich überall zu sein. Doch sie hielten sich verborgen. Vielleicht hatten ja wir Glück.

Plötzlich, wir hatten gerade die Mitte des Hochpasses erreicht, sahen wir uns unter Beschuss. Wir sprangen gerade noch rechts und links des Weges in Deckung. Die Pfeile zischten über unsere Köpfe hinweg. Mirwen und ich hatten schon viele Abenteuer miteinander erlebt. Wir verstanden uns ohne viele Worte.

Ich griff meinen Speer fester, schob mein Schild vor und verließ die Deckung. Meine Aufgabe war es unsere Feinde herauszulocken. Mirwen würde versuchen ihre Magie einzusetzen um sie schlafen zu legen. Leider ging unser Plan schief. Die Magie wirkte nicht. Ich sah mich plötzlich im Nahkampf einem Ork gegenüber. Das war zwar nicht das erste Mal. Aber heute stellte ich mich dümmer an als gut für uns war. Ein Pfeil traf mich an der rechten Schulter. Mirwen wurde böse getroffen. Es war ein langer harter Kampf. Aber schließlich blieben wir die Sieger.

Ich verband die Wunde der Dunadan. Dann bat ich die Valar ihr durch mich neue Kraft zu schenken. Meine Blessuren waren schnell verbunden. Dann gingen wir weiter. Bis zum Einbruch der Nacht wollten wir diesen Ort möglichst weit hinter uns bringen.

Am Fuß des Passes fanden wir eine Höhle und errichteten unser Lager. Nach einem kalten Abendbrot schlief Mirwen, während ich wachte. Ich freute mich um Mitternacht auf ein bisschen Schlaf als die Magierin mich ablöste. Kaum war ich im süßen Reich der Träume, weckte mich meine Gefährtin auch schon wieder.

Offensichtlich hatten sie die beiden gut versteckten Leichen im Pass gefunden und waren unserer Spur gefolgt. Zwei Orks standen direkt vor unserer Höhle. Ich erhob mich, stellte mich neben die Dunadan und redete sanft auf unsere Gegner ein. Meine Worte schienen sie zu beruhigen. Sie setzten sich zu uns. Wir nutzten unsere Chance, verschwanden schnell nach einem kurzen Gruß. Den Valar sei Dank, gaben sie mir doch die Kraft der beruhigenden Worte.

Wir zogen weiter am Fuße des Nebelgebirges entlang, südlicher Richtung auf die Schwertelfelder zu. Nach ein paar Tagen kamen wir am Ort von Isildurs Untergang an. Intensiv suchten wir nach der seltenen Pflanze. Erst einen Tag später hatten wir Erfolg. Der erste Teil unserer Aufgabe war also erfüllt.

Nun überquerten wir den Anduin. Als wir den Düsterwald erreichten bot sich uns ein schrecklicher Anblick. Nolmos Dorf war zerstört. Seine Bewohner brutal getötet und auf einen Haufen geworfen. Schon bald stellte ich fest, dass es hier von Orks nur so wimmelte. Wir hatten keine Möglichkeit die Männer, Frauen und Kinder zu begraben. Als wir voller Zorn flüchteten liefen wir vier Orks in den Weg. Diese hatten jedoch keine Chance unserer Wut zu entkommen. Mirwen brachte ihnen den Schlaf. Ich schnitt ihnen die Kehlen durch. Dann verschwanden wir endgültig von hier.

Wir legten den Rückweg schnell und vorsichtig zurück. Wir kannten ja nun die Verstecke der Orks im Hochpass. Zufrieden lenkten wir unsere Schritte durch die Tore Leets. Nachdem wir Nolmo die Pflanze gebracht und ihm erzählt hatten, was mit seinem Dorf geschehen war, gab er uns die versprochenen Silbermünzen und verschwand. Ich sah ihn nicht wieder. Die Zeiten werden dunkler, wie die Ältesten meines Volkes sagen.

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3

Friday, October 22nd 2010, 7:14am

Kapitel 3: Der Mithrilkelch, Teil 1

Wir waren bereits auf dem Rückweg nach Leet. Mirven und ich kamen mittlerweile gut miteinander aus. Auch wenn ich die Dunadan mehr für einen Bücherwurm als eine Naturfreundin hielt. Der Hauptmann der Wache hatte uns beauftragt die Aktivitäten einer großen Rotte Orks auszuspionieren, die in letzter Zeit immer wieder Schafhirten und Bauern im Umkreis überfallen hatten. Wir hatten ihre Unterkunft, eine gut versteckte schwer zugängliche Höhle, bald ausgemacht. Dort lebten fünfundzwanzig Orks, kräftige gut gerüstete Kerle, die auf Mord und Beute aus waren. Aus der Höhle würden die Soldaten sie nie herausbekommen. Aber das war zur Zeit nicht unser Problem. Wir hatten unsere Arbeit fast getan. Wir mussten nur noch dem Hauptmann Bericht erstatten und natürlich unseren Lohn kassieren. Wir waren also noch knapp eine Tagesreise von Leet entfernt, als wir Waffenklirren und den Kriegsruf der Khazad vernahmen.

Ich griff meinen Speer fester, rannte los. Mirven folgte mir, ihren Bogen in den Händen. Als wir zwischen zwei Felsen hindurch liefen, konnten wir einen wütenden Khazad gegen einen Ork kämpfen sehen. Er schlug mit dem Kriegshammer auf ihn ein. Doch die Schläge waren schwerfällig, langsam und unkoordiniert. Die Orks mussten ihn überrascht haben. Sie waren zu zweit. Pfeile steckten in seinem linken Arm und Bein. Er wurde müde. Der eine Ork lag mit zerschmettertem Schädel tot am Boden. Aber der zweite würde das Schicksal des Khazad besiegeln. Mirven ließ den Pfeil von der Sehne schnellen, während ich mit dem tiefen Grollen eines Bären an griff.

Doch der Ork war ein überaus tapferer und geschickter Kämpfer. Mirven hatte ihn nicht treffen können. Mein Angriff hatte ihn nur leicht verletzt. Aber der Zwerg konnte ihm noch einen Schlag versetzten. Das alles brachte ihn nicht um. Er widerstand sogar den Zaubern der Dunadan. Plötzlich entschloss er sich zur Flucht. Unser Glück. Er packte seinen toten Kumpan, was uns sehr erstaunte, bevor er tiefer im Gebirge verschwand.

Der Khazad stützte sich schwer auf seinen gewaltigen Kriegshammer. Jetzt drohten ihn die Schmerzen und der Blutverlust zu überwältigen. Schnell begann ich die Pfeile aus den Wunden zu ziehen, bevor ich diese Verband. Mit den Kräften die mir die Valar geschenkt hatten, schenkte ich ihm nun meinerseits Lebenskraft. Er kam schnell wieder auf die Beine.

„Man nennt mich Reath“, stellte sich uns der tapfere stolze Krieger vor. „Habt Dank für Eure Hilfe. Diese verdammten Orks. Hätten sie mich nicht aus dem Hinterhalt überrascht, wäre die Sache anders ausgegangen“ brummte Reath. Er fühlte sich in unserer Schuld und schloss sich uns an.

Im Morgengrauen betraten wir Leet durch das südliche Stadttor. Die Wache musste uns schon angekündigt haben, denn der Hauptmann kam uns bereits entgegen. „Da seit ihr ja endlich“ scholl es aus seinem Mund. Unseren Begleiter beachtete er nicht. „Die Orks haben gestern schon wieder zwei Hirten überfallen. Die beiden sind tot. Die Schafe gestohlen. Habt ihr sie gefunden?“ „Knappe fünf Tagesreisen südöstlich liegt ihre Höhle“, antwortete ich ihm. „Aber dort werdet ihr sie nicht angreifen können. Der Unterschlupf ist gut getarnt, schwer zugänglich und leicht zu verteidigen“, fügte ich hinzu. Mirven ergänzte: „Die Rotte ist fünfundzwanzig Orks stark. Sie sind gut ausgerüstet. Wir sind zwei von ihnen begegnet.“ Der Hauptmann drückte uns ein Silberstück in die Hand. „Habt Dank für Eure Hilfe“. Und weg war er. Ich wollte jetzt nicht in seiner Haut stecken. Wir beschlossen zum „Brandkessel“ zu gehen um erst einmal zu frühstücken. Wir waren die Nacht über gelaufen. Nun machten sich Erschöpfung und Hunger bemerkbar. Reath schloss sich uns an.

Der Schankraum war ungewöhnlich gut besucht zu dieser frühen Stunde. Zwei Silvan saßen an einem Tisch, ein Noldor trank an einem anderen seinen Tee. Natürlich saß auch Nolmo, der Tränkebrauer, für den wir schon einmal gearbeitet hatten, über einem Becher Wein und brütete vor sich hin. Wir setzten uns zu dem ewig mürrischen Mann. Beim Frühstück erzählten wir ihm von unserem Abenteuer mit den Orks. Wir stellten ihm sogar unseren neuen Freund vor. Doch das alles schien ihn nicht zu interessieren. Den Noldor am Tisch gegenüber allerdings um so mehr. Er beobachtete uns ständig.

Dann begann Nolmo uns von seinen Problemen zu erzählen. Ein Mann, den er nach Bree geschickt hatte, um Erkundigungen einzuholen, ist bisher nicht zurück gekommen. Er mache sich Sorgen. Bevor er uns bitten konnte seinem Boten nach zu reisen, boten wir uns an ihm zu helfen. Er erweiterte unseren Auftrag noch. Er suche nach einem Kelch aus Mithril, der Bree gefunden worden sein soll. Er brauche ihn für seine Arbeit. Uns sollte es einerlei sein. Nach zähen Verhandlungen entlockten wir ihm zehn Goldstücke Belohnung, den Proviant für die Reise und fünf Silberstücke um uns in Bree für den Rückweg zu versorgen. Ein Handschlag besiegelte unser Geschäft...

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4

Saturday, October 23rd 2010, 7:42am

Kapitel 4: Der Mithrilkelch, Teil 2

… „Was willst du von uns?“ blaffte ich den Noldor an, als ich den „Brandkessel“ verlassen wollte. Er hatte uns die ganze Zeit beobachtet. Bestimmt hatte er gehört, was wir für Nolmo holen sollten. „Gar nichts“, antwortete der Elb ruhig. „Wie kommt ihr darauf? Ich trinke nur meinen Tee.“ Wütend verließ ich das Gasthaus. Meine Freunde folgten mir. Ich beschloss von meinem wenigen Silber ein paar von Vanas heilenden Gaben zu kaufen. Mirwen nutzte die Gelegenheit um endlich die erbeuteten Waffen zu verkaufen. Reath begleitete sie. Wir wollten uns später wieder hier treffen. Am Morgen sollte die Reise beginnen.
Der Kräuterhändler hatte sein Geschäft in der Mitte der Stadt. Der alte Mann, dunländischer Herkunft, war freundlich und hilfsbereit. Nur ich hatte vergessen wie teuer Vanas heilende Gaben waren. Normalerweise zogen wir in meinem Dorf die Kräuter selbst. Oder wir suchten danach in Wald und Gebirge. Doch dafür hatte ich bisher nicht die Zeit gehabt. Auch machten die Orks die Suche gefährlich. Ich bekam zwar nur wenig für mein Silber. Doch die Lebenskraft spendenden Kräuter mussten reichen.
Als ich am späten Nachmittag zurück in den „Brandkessel“ kam, warteten meine Freunde bereits auf mich. Obwohl ich sie erst kurze Zeit kannte, schien es mir richtig sie meine Freunde zu nennen, denn wir hatten schon zusammen gekämpft. Das verband zu. Wir konnten uns aufeinander verlassen. Mirwen schien beim Waffenhändler Erfolg gehabt zu haben. Stolz zeigte sie uns ihre neu erworbene Handaxt. Der Bücherwurm liebte Waffen. Sie verstand sie sogar ganz gut zu führen. Wir ließen den Abend im Gasthaus ausklingen. Der Noldor war noch immer da. Ich traute ihm nicht. Auch wenn er uns nicht mehr zu beobachten schien. Er ging früh am Abend hinauf auf sein Zimmer. Bevor wir, erheblich später, auch unsere Schlafräume aufsuchten, fragten wir den Wirt nach dem Elben. Er kannte ihn nicht näher. Seit zwei oder drei Jahren lebe der Noldor in der Umgebung von Leet. Er komme regelmäßig hier her, rede wenig und genieße offensichtlich den Trubel hier. Das half uns nicht wirklich weiter. Wir bezogen unsere Zimmer. Ich schloss hinter mir ab. Dann packte ich noch meine Sachen, zog mich aus und schlief schnell ein.
Bis ich plötzlich aus meinen Träumen aufschreckte. Ein Geräusch musste mich geweckt haben. Da war es ein regelmäßiges Klopfen und Scharren. Ich richtete mich leise auf, verließ das Bett. Meine Hand griff nach dem Speer. Dann schlich ich zur Tür die ich leise einen Spalt weit öffnete. Eine in einen dunklen Mantel gehüllte Gestalt stand an der Treppe. Sie schien in den Gang zu blicken, ging ein paar Schritte, wandte sich dann um und ging die Treppe wieder herunter. Ein rascher Blick zeigte mir, dass meine Freunde auch schon an ihren Zimmertüren standen. Wir besprachen uns flüsternd. Wir waren uns sicher, dass es der Noldor war. Wir erkannten den Mantel wieder. Bald darauf kam er wieder die Treppe hinauf. Er schien uns nicht zu bemerken. Seine Augen waren geschlossen. Er reagierte nicht auf Berührungen oder Schläge. Ich hatte schon von Schlafwandlern gehört. Aber hier schien dennoch Magie im Spiel zu sein. Wir brachten ihn in sein Zimmer. Mirwen holte den Schlüssel vom Wirt. Dann schlossen wir den Noldor ein. Wir gingen wieder in unsere Betten.
Doch es war noch nicht vorbei. Beim nächsten Mal griffen wir zu drastischen Mitteln. Wir fesselten den Elb ans Bett. Dann war endlich Ruhe. Langsam war ich nicht nur misstrauisch, sondern ich begann mich zu fürchten. Diese Noldor waren arrogant und rücksichtslos. Vor ihrer Magie musste man sich in Acht nehmen.
Am nächsten Morgen saß der Elb schon beim Frühstück als wir herunter kamen. Erstaunt fragte ich ihn: „Wie konntet Ihr Euch von den Fesseln befreien?“ „Ihr habt mich also ans Bett gebunden“ antwortete der Noldor, der seinen Namen noch immer nicht preisgeben wollte. „Ja, nachdem Ihr uns die halbe Nacht wach gehalten habt. Ihr seit umher gegeistert“. Ich schüttelte nur den Kopf und ging an einen Tisch möglichst weit weg.
Nach dem Frühstück brachen wir guter Dinge auf. Die Sonne schien, es war angenehm kühl. Ideales Wetter für den Beginn einer Reise. Unser Weg führte uns nach Norden. Wir wollten heute noch die Große Oststraße erreichen. Dann weiter nach Westen durch die Trollhöhen, an der Wetterspitze vorbei und weiter bis nach Bree. Ich war froh Leet endlich hinter mir lassen zu können. In einer Stadt dieser Größe hinter Mauern fühlte ich mich schnell eingeengt. Die freie Natur war eher meine Heimat...

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5

Saturday, October 23rd 2010, 7:47am

Kapitel 5: Der Mithrilkelch, Teil 3

...Wir kamen gut voran. Ich genoss den Wind im Haar, das fröhliche Zwitschern der Vögel und die Sonne auf meinem Gesicht. Meine Freunde unterhielten sich. Ich folgte dem Gespräch nur am Rande. Und so hatten wir die Bewegung neben dem Weg in den Bäumen zu spät bemerkt. Wir hatten die Mittagsrast schon hinter uns, als wir beschossen wurden. Der Pfeil ging fehl. Ich umfasste meinen Speer fester, rannte auf den Baum zu, während meine Freunde versuchten auf den Narren anzulegen. Rasch hatte ich ihn im Baum entdeckt. Ich kletterte hinauf, holte ihn mit Gewalt herunter. Unten erwarteten uns Mirwen und Reath, die den Ork fesselten. Auf unsere Fragen nach seinem Auftraggeber und seinem Lohn wollte er erst nicht antworten. Ein paar Schläge machten ihn gesprächiger. Noch bevor er sprach, wusste ich die Antwort bereits. Der Noldor war hinter uns her. Der Ork bestätigte meine Ahnung. Er führte uns zu einer Hütte im nahen Wald. Hier sollte er seinen Auftraggeber treffen um für seine Tat belohnt zu werden. Hier starb er nun.
Neben der Blockhütte dessen Tür und Fenster verschlossen waren, weideten fünf Pferde auf der Koppel. Ansonsten war alles ruhig. Wir schlichen näher heran. Die Tür ließ sich öffnen. Im Inneren war niemand. Vorsichtig schoben wir uns in den Raum hinein. Ich blieb an der Tür zurück um mit einem Auge die Ränder der Lichtung zu beobachten. Die Hütte war spärlich eingerichtet. Ein Tisch, ein paar Stühle, ein Bett. Eine zweite Tür führte in einen Nebenraum. Mirwen entdeckte darin einen Schreibtisch. Viele Bücher standen in Regalen. Allerdings konnte unser Bücherwurm sie nicht lesen. Die Schrift tat ihr an den Augen weh. Sie vermutete, dass sie in der Schwarzen Sprache geschrieben waren. Die Dunedain steckte ein paar leere Bögen Pergament, ein leeres Buch, Federn und Tinte ein. Auch Reath war seinen Instinkten gefolgt. Er fand eine große verschlossene Kiste, die er allerdings nicht öffnen konnte.
Ich war einen Augenblick unaufmerksam. Die Gestalt, die an den Rand der Lichtung, uns gegenüber getreten war, bemerkte ich deshalb fast zu spät. „Kommt her“, rief ich nach hinten. „Der Noldor ist da.“ Meine Freunde stürmten vor die Hütte. Wir zögerten nicht mehr. Während Mirwen den Elb unter Beschuss nahm, rannten wir mit gezogenen Waffen auf unseren Feind zu, bevor er zu zaubern beginnen konnte. Reath und ich griffen ihn unmittelbar an. Doch er war ein ganz guter Kämpfer. Er parierte unsere Schläge. Die wenigen Prellungen und kleinen Wunden nahm er hin. Dazwischen machte er seine Zauber, die uns immer wieder zu willen- und bewegungslosen Figuren machten, oder die uns Hals über Kopf fliehen ließen. Mirwen erreichte nichts mit ihrer Macht. Unsere Waffen schienen nutzlos zu sein. Und als wir den Noldor endlich wirklich in Bedrängnis brachten, floh er in den Wald hinein.
Ich war zornig. Der Elb sollte nicht schon wieder entkommen. Trotz blutender Wunden lief ich ihm einfach nach, ohne zu wissen ob mir meine Freunde folgten. Die Äste schlugen mir ins Gesicht, Wurzeln ließen mich stolpern. Doch ich ließ mich nicht aufhalten. Auch als ich den Elb nicht mehr sehen konnte, rannte ich weiter, bis ich wieder vor den Toren von Leet stand auf der Spur unseres Peinigers.
Mirwen und Reath tauchten neben mir auf. Auch sie hatten den Noldor nicht mehr gesehen. Aber die Fährte war eindeutig. Wir trennten uns. Während Mirwen zum Hauptmann lief, ging ich zum Brandkessel. Reath ging zum Hause der beiden Silvan, die in Leet lebten. Doch es schien sich alles gegen uns verschworen zu haben. Der Hauptmann war unabkömmlich, wahrscheinlich plante er gerade den Feldzug gegen die Orks. Das Haus der Elben war verschlossen. Im „Brandkessel“ hatte den Noldor auch niemand gesehen. Langsam beruhigte ich mich wieder. Der Zorn verging. Die Erschöpfung und der Schmerz traten an seine Stelle. Ich versorgte meine Wunden. Dann aß ich mit Mirwen und Reath zu Abend. Wir hatten einen ganzen Tag verloren. Und unseren Widersacher nicht einmal gefunden. Die Leute lachten über uns. Das war vielleicht am Schlimmsten. Ich ging früh zu Bett.Im Morgengrauen weckten uns erneut die Geräusche, ein Klopfen und Scharren. Ich sprang aus dem Bett, zog mich an und stürmte mit der Waffe in der Hand auf den Flur wo ich auf meine Freunde traf. Da stand er wieder. Seine Gestalt schien uns zu verhöhnen. Er spürte nicht, wie wir ihn ins Zimmer stießen. Ich drückte ihn mit dem Speer aufs Bett. Erst jetzt schien er zu erwachen. Und wieder griff er uns mit dieser abscheulichen elbischen Magie an. Wir hatten keine Chance. Aber er tötete uns nicht. Entrüstet über unser Verhalten ihm gegenüber, das er nicht verstand, denn er hatte uns doch nichts getan, verließ er das Gasthaus. Was für ein Durcheinander. Ich bekam es in meinem Kopf nicht klar. Der Noldor schien nachts wirklich nicht zu wissen was er tat. Aber er schien sich auch nicht an seinen Angriff am Tag zuvor zu erinnern. Wir würden schon noch herausbekommen, was dahinter steckte. Ich hoffte, dass es nichts mit unserem Auftrag und dem Mithrilkelch zu tun haben würde. Aber die Ahnung ließ sich nicht verleugnen. Ich ging nicht wieder ins Bett. Der Morgen dämmerte schon. Ich packte und ging frühstücken.
Kurz nach Sonnenaufgang waren wir wieder auf der Straße. Wir gingen noch einmal auf die Lichtung. Die Pferde waren verschwunden. Die Hütte durchsucht. Nur die Truhe hatte allen Versuchen sie zu öffnen widerstanden. Nun hob Reath seinen Hammer. Ein kräftiger Schlag zerstörte die Truhe. Doch es war nichts darin zu finden. Wir gingen zurück auf den Weg und weiter nach Norden bis wir auf die Große Oststraße stießen. Wir folgten ihr nach Westen.
Die Reise verlief ruhig bis wir in die Trollhöhen kamen. Abends als wir unser Lager aufschlagen wollten, griffen uns zwei Orks an. Sie hatten keine Chance. Wir fielen mit einer Heftigkeit über sie her, die unserem Zorn auf den Noldor geschuldet war. Bevor der Zweite starb, bestätigte er unsere Vermutung. Auch sie handelten im Auftrag unseres elbischen Widersachers. Es war also noch nicht vorbei. Ich war nicht wirklich überrascht, als ich mich an diesem Abend in meine Decke einrollte.

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Friday, March 18th 2011, 7:18am

Kapitel 6: Der Mithrilkelch, Teil 4

Ein Geräusch musste mich geweckt haben. Instinktiv blieb ich ruhig liegen und öffnete vorsichtig die Augen. Unser Feuer war beinahe herunter gebrannt. Reath schien noch zu schlafen. Aber Mirwen war nicht zusehen. Die Magierin sollte eigentlich Wache haben. Sie hatte mich vor einer Stunde abgelöst. Dann hörte ich ein leises Stöhnen. Meine Augen suchten den Waldrand ab. Und dann sah ich sie, gefesselt an einen Baum. Ihr Kopf war ihr auf die Brust gefallen.

Plötzlich sprang der Khazad neben mir auf. Kampfbereit trat er in die Dunkelheit außerhalb des Feuerscheins. Schnell ergriff ich meinen Speer, um ihm zu folgen, als auch ich die beiden Orks bemerkte die auf unser Lager zu schlichen. Sie sollten nie das Feuer erreichen. Während Reath dem einen Gegner elegant mit einem Schlag den Kopf vom Rumpf trennte, durchbohrte den anderen die Spitze meines Speers.

Doch Mirwen sollten wir nicht erreichen. Plötzlich schienen alle Geräusche verstummt zu sein. Dann erinnere ich mich nur noch daran, wie ich auf den Boden fiel. Auch Reath vollendete seine Bewegung nicht.

Wir erwachten, als die Sonne den Himmel hinauf zog. Mirwen war verschwunden. Schnell begann ich unseren Lagerplatz nach Spuren abzusuchen, während Reath die toten Orks fledderte. Ich konnte nicht entdecken, wohin die Magierin verschwunden war. Es wurde Zeit, das wir diesen verdammten Noldor endlich ausschalteten. Denn nur er konnte dahinter stecken. Aber wozu konnte ihm Mirwen nützen?

„Berelaith,komm her und schau dir das mal an“ rief mich der Zwerg zu sich. Er zeigte mir ein Stück Pergament. Die Schrift war schwer zu entziffern. Der kurze Text schien in der schwarzen Sprache geschrieben zu sein. Ich verstand nur ein paar Brocken: „Gold... ausschalten... heute Nacht... Hütte...“. Man hatte den beiden Orks also eine Belohnung versprochen, wenn sie uns töten würden. Die sollten sie in der Hütte im Wald bekommen, die wir schon kannten. Wer die Belohnung ausgesetzt hatte, war auch klar. Nun hieß es schnell sein. Wir packten unsere Sachen, frühstückten im Gehen und machten uns auf den Weg zurück.

Als wir die Lichtung erreicht hatten, war alles ruhig. Eine Stunde beobachteten wir die Hütte. Niemand kam. Dann suchten wir nach Spuren. War der Noldor überhaupt hierher gekommen? Dann entdeckte ich Fußspuren auf der Rückseite der Waldhütte. Sie führten tiefer in den Wald hinein. Wir folgten ihr.

Nach zwei Stunden erreichten wir einen großen Hügel in Mitten des Waldes, ähnlich einem Grabhügel. Die Fährte hatten wir kurz vorher verloren. Wir umrundeten den Ort mehrfach, bis wir einen geheimen Eingang fanden. Kurz darauf taten wir die ersten Schritte unter die Erde in einen langen von Fackeln erhellten Gang. Niemand begegnete uns bis wir zur ersten Tür kamen.

Sie war verschlossen. Der Zwerg öffnete sie mit einer Geschicklichkeit, die ich ihm gar nicht zugetraut hätte. Dahinter lag eine Art Vorratsraum. In einer Ecke fanden wir die Magierin angekettet. Reath löste ihre Ketten.

Dann stürmten plötzlich vier Orks durch eine verborgene Tür in den Raum. Der Kampf war kurz und heftig. Reath tötete zwei unserer Feinde mit einem grimmigen Lächeln, während wir uns auch unserer Haut erwehrten.

Kurzentschlossen drangen wir tiefer in die Gewölbe ein. Doch schon bald, nach mehreren unangenehmen Begegnungen, gaben wir unser Vorhaben auf. Wir verließen rasch den Hügel, bevor er zu unserem eigenen Grab werden würde.

Dann ließen wir den Wald hinter uns und gelangten Stunden später wieder auf die Große Oststraße der wir nach Westen folgten. Als die Dunkelheit herein brach, erreichten wir das Gasthaus „Zur letzten Brücke“. Wir freuten uns auf eine ruhige Nacht...

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7

Friday, March 18th 2011, 9:40am

Kapitel 7: Der Mithrilkelch, Teil 5

…Der Wirt war ein freundlicher Mann. Obwohl wir erst am späten Abend am Gasthaus ankamen, hatte uns der große Nordmann noch etwas zu essen bereitet. Kurz darauf fielen wir müde in unsere Betten.

Am nächsten Morgen machten wir uns rasch wieder auf den Weg in Richtung Bree. Ich hoffte, dass wir noch vor unserem Feind dort ankommen würden, um den Mithrilkelch als erstes in die Finger zu bekommen. Es wurde Zeit, dass wir endlich unseren Auftrag für Nulmo erfüllten. Ich wollte wieder in die Wälder, in Ruhe und Frieden ein paar Wochen verbringen.

Doch noch sollte es nicht soweit sein. Plötzlich wurden wir vom Dickicht aus beschossen. Wir liefen in entgegen gesetzter Richtung von der Straße, ließen uns einfach in Deckung fallen. Vier Orks kamen über die Große Oststraße direkt auf uns zu. Zwei nahmen uns mit Kurzbögen unter Beschuss. Die anderen stürmten mit gezogenen Krummschwertern auf uns zu. Mirwen konzentrierte sich. Geheimnisvolle Worte kamen über ihre Lippen. Mit weitaus holender Geste umfasste sie die Orks symbolisch, die kurz verharrten. Nun ließen sie ihre Bögen fallen und fielen zu Boden. Die anderen zögerten kurz. Dann rannten sie weiter auf uns zu. Reath und ich gingen ihnen entgegen, als noch jemand auf der anderen Straßenseite auftauchte. Verdammt es war der Noldor schoss es mir durch den Kopf, während ich den Ork vor mir aufspießte. Reath kämpfte verbissen. Sein Feind schien dem Khazad ebenbürtig zu sein. Doch nein. Jetzt hatte er ihn in der Mitte beinahe gespalten. Kalt lächelnd zog er seine Axt aus dem toten Körper. Dann erklang ein hoher Schrei direkt hinter uns. „Mirwen“ erinnerte ich mich jetzt an die Magierin. Als ich mich umdrehte, stürzte sie zu Boden. Und unser Feind der Noldor war verschwunden.

Ich untersuchte die bewusstlose Zauberin. Was immer er mit ihr gemacht hatte, in ihr war fast kein Leben mehr. Meine Hände fuhren mechanisch über ihren Körper. Mit leisen Worten rief ich die Valar um Hilfe an. Dann spürte ich diese Kraft in mir, eine schöpferische, heilende Kraft, die ich an Mirwen weitergab. Als sie die Augen endlich aufschlug, lächelte ich zufrieden. „Willkommen unter den Lebenden“ sagte ich, bevor ich mich erhob und ein Lager aufschlug. Die Zauberin brauchte Ruhe um weitere Kräfte zu schöpfen. Es war zwar gerade erst die dritte Stunde nach Mittag vergangen. Doch angeschlagen sollten wir unserem Gegner nicht gegenübertreten.

Am nächsten Morgen, nach einer ungewohnt ruhigen Nacht, ging es Mirwen wieder gut. Nach einem guten Frühstück brachen wir auf. Wir wollten uns beeilen, um Bree vor dem Noldo und seiner Bande zu erreichen. Wir brauchten noch eine Woche, bis wir die kleine Stadt endlich vor uns sahen. Niemand hatte uns mehr versucht aufzuhalten. Jetzt erkannten wir auch warum.

Der Noldo und seine Bande waren vor zwei Tagen in die Stadt eingedrungen, hatten dabei mehrere Wachen getötet und den Mithrilkelch, der in den Händen eines alten Alchimisten war, geraubt. Niemand wollte in Bree mit uns reden. Überall schlug uns Misstrauen und Angst entgegen. Wir beschlossen außerhalb der Stadt zu übernachten, nachdem man uns selbst im tänzelnden Pony nicht wollte. Schade, aber ich konnte verstehen, dass die Bewohner Angst hatten. Wir hatten den Noldo erlebt. Wir wussten wie brutal und rücksichtslos er vorging.

Bei Einbruch der Nacht lagerten wir auf der anderen Seite der Großen Oststraße mit den Lichtern der Stadt vor Augen. Während wir uns das Abendbrot schmecken ließen, trat ein Halbelf ans Feuer. „Ich bin Eru“ stellte er sich uns vor. „Auch ich arbeite für Nulmo“. „Nehmt Platz und esst mit uns“ forderte ich ihn auf. Eru erzählte uns, das er dem Noldo erst hier in Bree begegnet sei und der ihm den Mithrilkelch vor der Nase weggeschnappt hatte. Er nenne sich Darvin, so viel hatte der Halbelf in Erfahrung gebracht. Aber niemand wisse, wo er seinen Unterschlupf habe. Das wiederum wussten wir. Und nun war auch klar, dass wir wieder in die Katakomben unter den Hügel gehen mussten um unseren Auftrag noch zu erfüllen.

Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege. Eru sollte zu Nulmo gehen, um ihm zu berichten was passiert war. Wir hingegen würden dem Noldo folgen und endlich den Kelch erlangen.

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