Nach einer Reisezeit von ungefähr vier Wochen gen Osten stießen wir auf den Beginn einer befestigten Straße. Wir beschlossen an diesem Ort eine Rast einzulegen und so habe ich, Brego Hammerhand, genug Zeit die Ereignisse, die sich während der Reise ereigneten, niederzuschreiben:
Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres letzten Auftrags bot uns Borothor eine weitere Aufgabe an. In seinem Arbeitszimmer deutete er auf eine Landkarte der Region:
[KARTE]
Die nicht kartographierten Gebiete im Osten südlich des Sees Rhun sollte unser neues Ziel sein. Borothor erklärte, dass er sämtliche Informationen über diese Region benötige, um angeblich neue Handelsbeziehungen knüpfen zu können.
An dieser Stelle wurden Borothors Ausführungen merkwürdig:
In militärischem Ton erklärte er, dass es notwendig sei Informationen von der Basis zu sammeln, um so Einfluss auf die Oberen zu gewinnen. Da es viele kleine Reiche im Osten gäbe, könne es dort so zu Spannungen kommen.
Ungefähr alle drei Monate sollten wir eine Nachricht zu Borothor schicken, welche die gesammelten Informationen wie z.B. entdeckte Provinzen, lokale Persönlichkeiten, praktizierte Religionen und Wertvorstellungen der Einwohner enthält.
Wir akzeptierten den Auftrag, denn niemand von uns war schon einmal so weit in den Osten gereist. Waren wir jetzt Spione im Auftrag Gondors oder halfen wir bloß im Namen Gondors wirtschaftliche Beziehungen aufzubauen?
Als ersten Wegpunkt für unsere Expedition nannte uns Borothor die Stadt Koom, die ein wichtiger Ort im Osten sein soll. Die genaue Lage vermochte er uns aber nicht zu sagen.
Wir erhielten eine Anzahlung von je 50 Goldstücken, die wir umgehend bei den örtlichen Händlern und Alchemisten umsetzten, um uns für die lange Reise auszurüsten.
Da ich nicht viel einkaufen musste, fasste ich den Entschluss Blumen zu pflücken und sie Linus zu schenken. Ich hatte seltsamerweise einfach das Bedürfnis danach wie damals, als ich mit zwei Gefährten im Grünwald wanderte und dann...., aber das ist eine andere Geschichte. Ich dachte, dass ich über diese Aussetzer hinweg wäre.
Eines Nachts stapfte ein Golem durch unser Lager und verschwand. Wir waren ziemlich erschrocken, aber dennoch bei klarem Verstand und so versperrten wir ihm nicht den Weg.
Es war ungefähr mittags, als wir Kampfgeschrei vernahmen. Vorsichtig ritten wir zu der Stelle und sahen wie drei Ostlinge gegen zwei Gondorer kämpften. Bevor wir uns einmischen konnten, wurde ein Gondorer getötet. Mit einem Entsetzensschrei geriet der andere in eine Raserei. Wider erwarten verwandelte er sich in eine Werratte und machte die Ostlinge innerhalb kürzester Zeit nieder. Der Gondorer verwandelte sich zurück, nahm seinen gefallenen Kameraden in die Arme und weinte. Als wir versuchten ihn anzusprechen, wurde er wütend und verschwand mit der Leiche. Wir ließen ihn ziehen.
In einer anderen Nacht machten wir die Bekanntschaft mit einem Zauberer namens Jared. Er war ein alter Mann, gekleidet in einer grauen Robe und auf einem Stab gestützt. Er fand die beiden Elben Phalon und Linus in der Nähe des Lagerfeuers ( :) ) und brachte sie sicher dorthin zurück. Jared kannte die Stadt Koom und konnte eine Menge über sie berichten. Ich verzichte an dieser Stelle auf eine ausführliche Beschreibung, denn der erste Bericht an Borothor wird alle Informationen enthalten.
Die Landschaft änderte sich während der Reise ständig. Einen Tag war sie felsig, am nächsten sumpfig, dann herrschte wieder Steppe vor.
Eines Nachmittags ritten wir durch ein langes Tal, die steilen Felswände ragten bedrohlich links und rechts neben uns auf. Der Weg ging allmählich in eine alte Strasse aus Sandsteinen über, und wir waren gezwungen abzusitzen und die Pferde zu führen. An einer besonders schmalen Stelle stand ein seltsames humanoides Wesen, eingehüllt in einen Plattenpanzer und anstelle der Unterarme waren lange Klingen zu sehen. „Wegezoll oder Aufgabe!“ ertönte es. Wir entschieden uns für den Wegezoll und machten uns, jeder um mehrere Goldstücke ärmer, auf die Weiterreise.
Und wieder geschah etwas während einer Nachtwache. Linus und Phalon, die beiden Elben, sowie Vincent hielten Wache, als plötzlich ein Schatten hinter Phalon auftauchte und sich von seiner Lebensenergie ernährte. Bevor irgendjemand reagieren konnte, verschwand der Schatten. Linus weckte mich und gemeinsam warteten wir um den angeschlagenen Phalon gescharrt auf das Wiedererscheinen des Schattens. Doch bevor er auftauchte, entdeckten wir vier Schädelspinnen, die schnell auf uns zukrabbelten. Es war ein harter Kampf, Phalos ging fast zu Boden und ich wurde vergiftet, aber wir waren siegreich. Wir hatten den Schatten für den Moment vergessen, als er hinter Vincent auftauchte und erneut seinen Hunger stillte. Der Schatten war zu schnell, Phalon schickte ihm zwar noch einen Eisstrahl hinterher, aber er verschwand ohne dass wir ihn zur Rechenschaft ziehen konnten.
[Die Namen und Ereignisse sind frei erfunden. Zufällige Überschneidungen mit lebenden Menschen, Elben, Zwergen oder gar Orks sind nicht beabsichtigt oder gewünscht. Gerichtsstand Osgiliath 1179 T.A.]
Wer den Bericht als Word Dokument mit Karte haben möchte, möge mir schreiben.