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Torshavn male

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Monday, January 12th 2009, 7:55am

MERS- Held alter Tage / Rodgau, die Dritte

Held alter Tage, 1. Kapitel: Eine lange Reise

Nachdem die Gefährten Carangul besiegt hatten, flohen sie von Fornost in den Alten Wald, wo sie den Winter und die Jahreswende verbrachten. Im Frühjahr 3012 DZ fand ein Waldläufer die Freunde auf der Suche nach Galadhil. Dieser verläßt daraufhin die Gruppe um zu seinem sterbenden Onkel in die Ettenöden zu reisen.
Kurze Zeit später erscheint der Gruppe der alte Wasa Ari- Ghan, der sie an den dunklen Stein im Eryn Vorn erinnert, von dem Carangul einst seine Macht erhielt und der den Wald immer mehr mit Dunkelheit überzieht. Er bittet die Gefährten sich auf die Suche nach einem uralten Artefakt, dem Handschuh der Valar, zu begeben. Einst trug ihn Orome auf seiner Jagd in Mittelerde. Der Handschuh vermag dunkle Magie für eine gewisse Zeit zu bannen. Mit Hilfe des Artefakts kann die Gruppe den Stein vernichten und so auch die letzten Wasa vor ihrem Untergang retten.
Ari- Ghan schickt die Gruppe in das Dorf Furtwasser in der Nähe von Tharbad und verweist sie an den Heiler Rupert, der ihnen weiterhelfen könne.
Am nächsten Morgen brechen Sibroc, Ogtaba, Broca, Tarthalion, Menelcar und Dwalin auf. Sie reisen auf der großen Nordstraße Richtung Süden. An den Südausläufern der Hügelgräberhöhen vernehmen sie Hilfeschreie einer Frau. Schnell reiten sie weg von der Straße, stoßen dann auf sechs Männer die über eine junge Frau herfallen. Voller Zorn galoppieren Tarthalion und Menelcar auf die Gegner zu, gefolgt von ihren Freunden. Die Männer in abgerissenen Uniformen reagieren schnell, drei ergreifen ihre Armbrüste, zwei ihre Speere, während der letzte, scheinbar der Anführer, sich weiter um die Frau kümmert. Der erste Speerträger verliert seinen Kopf durch Tarthalions Schwert, Menelcars Speer fliegt ins Leere. Inzwischen sind die anderen eingetroffen. Broca, vom Pferd gesprungen, tötet den zweiten Speerträger mit einem hervorragenden Steinwurf. Die drei Armbrustschützen fallen Sibrocs Schlafzauber zum Opfer. Der Anführer wird efangengesetzt.
Und nun erwartet die Gefährten eine Überraschung. Im Verhör finden sie heraus, das sie sich im Jahr 1410 DZ befinden. Cardolan hat vor einem Jahr im Kampf um den Amon Sul in der Schlacht gegen den Hexenkönig von Angmar, die männliche Linie des Königsgeschlechts verloren. Das Land leidet noch immer unter den Nachwirkungen. Die vier noch lebenden Desateure werden einem vorbeiziehenden Trupp Soldaten anvertraut. Die gerettete Frau stellt sich der Gruppe als Niniel vor, eine Grauelbin aus Mithlond. Sie schließt sich den Freunden an.
Nach weiteren vier Tagen kommen die Gefährten nach Furtwasser, lassen sich im „Alten Vagabunden“ nieder und nehmen Kontakt mit Rupert auf. In dem Gespräch stellt sich heraus, das der Dorfheiler Ari- Ghan in einer Vision gesehen hat und bereit ist der Gruppe zu helfen. Im Gegenzug bittet er auch sie um Hilfe:
Seit Jahrzehnten liegen die Nachbardörfer Furtwasser und Grünweg im Streit. Jetzt ist dieser eskaliert. Zwei Jäger aus Furtwasser haben den Vorratsspeicher in Grünweg angezündet. Sie wurden vom Kräterkundigen Delf erwischt und getötet. Nun verlangt Grünweg eine Entschädigung. In 35 Tagen sollen 500 Goldstücke gezahlt werden, oder Furtwasser wird angegriffen. Die Summe ist für das Dorf nicht aufzubringen. Die Vorräte sind gerade ausreichend, um über den Winter zu kommen. So scharen nun beide Dörfer Söldner zusammen um im bevorstehenden Kampf gewappnet zu sein.
Rupert sieht allerdings einen Ausweg. In einer Vision ist ihm die Gestalt Bernfrieds, eines lokalen Helden, erschienen. In diesem Traumbild sah er deutlich die Artefakte ( Schild, Speer, Schwert, Helm, Kettenrüstung ) des Bezwingers der dunländischen Räuberbanden von einst hervortreten, während die Gestalt gesichtslos blieb. Rupert glaubt jetzt, die zum Teil verschollenen Insignien zusammentragen zu müssen, um so den Krieg mit der Autorität Bernfrieds zu verhindern. Die Abenteurer sollen ihm dabei helfen..
Der Aufenthaltsort von Speer und Kettenrüstung ist bekannt. Der Speer befindet sich ausgerechnet im Besitz von Hagen, dem Dorfvorsteher von Grünweg und Nachkomme Bernfrids. Die Rüstung wurden dem großen Helden mit ins Grab gegeben. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Schlachfeld, dem Feld des Verrats. Die Gruppe erklärt sich bereit Rupert zu helfen. Der verspricht weitere Nachforschungen in Bezug auf die anderen Artefakte und auch den Handschuh anzustellen und die Freunde dann zu benachrichtigen. Er schickt seinen Raben Krax mit der Botschaft.
Am nächsten Morgen machen sich die Gefährten auf den Weg. Sie haben sich entschlossen, erst die Kettenrüstung zu holen, den Speer wollen sie am Ende mitnehmen, wenn sie alle Artefakte zusammen getragen haben. Bei einer kurzen mittäglichen Rast in Grünweg, holen sie nebenbei ein paar Informationen ein. Dann geht die Reise weiter zum Gräberfeld, das sie am frühen Abend erreichen. Sie umgehen das kleine Dorf und nähern sich der letzten Ruhestätte Bernfrids in der Nacht. Mit einiger Mühe öffnen sie das Grab und finden in der Grabkammer nur Überreste eines Leichnams in einer alten schäbigen Rüstung. Unmöglich, das es sich dabei um die Kettenrüstung des Helden handelt. Einziger Hinweis auf die wirkliche Ruhestätte ist eine Öllampe mit folgenden Inschrift:
„Bist du ein Sucher, will ich Licht spenden. Bist du ein Räuber, will ich dich vergiften. Bist du ein schlauer Mann, will ich dir den Weg weisen.“
Eine lange Zeit des Nachdenkens und Ausprobierens folgte, bis sie die Lösung fanden. Drei unterschiedliche Öle befanden sich in der Lampe. Die Gruppe nahm die Öllampe mit nach draußen, ließ zwei Schichten Öl abbrennen und ging dann wieder hinunter. Der Rauch, der beim Verbrennen der dritten Schicht entstand, zersetzte einige Steine und gab so den Weg in die Grabkammer frei.
Hier fanden sie Bernfrid. Sie nahmen ihm die Kettenrüstung vorsichtig unter rituellen Gesängen ab. Dabei wurden sie von einem Geist überrascht, dem Mörder Bernfrids, den seine Tat bitter reut und der noch immer keine Ruhe finden kann. Er lässt sich nach einiger Zeit von der Gruppe erlösen. Sie richten ihn hin.
Dann verlassen die Freunde die Grabstätte, die sie wieder verschliessen, um sich auf den Weg nach Tharbad zu machen, weitere Informationen einzuholen.

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Tuesday, February 17th 2009, 7:53am

2. Kapitel: Gorans Anwesen auf dem Weg nach Tharbad

Nachdem die Gefährten die Kettenrüstung an sich gebracht hatten, schlugen sie ihr Lager in der Nähe des Gräberfeldes auf. In der Nacht fand ein Elb, Feramin, den Weg zum Feuer auf der Suche nach Grabräubern, die sich in der Gegend aufhalten sollten. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten schloss sich der Elb der Gruppe an.
Am Morgen erhielten die Freunde Besuch von Krax, dem Raben, mit einer Nachricht von Rupert. Während er Brotkrumen aus Sibrocs Hand fraß, ließ er sich die Botschaft abnehmen. Der Heiler hatte herausgefunden, wo sich Bernfrieds Helm befinden sollte: auf einem Landgut ganz in der Nähe, das Anwesen des ehemaligen Hauptmanns Goran. Rupert warnte sie ebenfalls vor vier Söldnern, die hinter ihnen her seien.
Schnell wurden die Pferde gesattelt, der Weg entlang der großen Nordstraße durch Felder und Wiesen fortgesetzt. Keine zwei Stunden später blickten Tarthalion, Sibroc, Menelcar, Broca, Ogtaba und Feramin auf das zweistöckige, eingefriedete Gebäude. Die Menschen gingen ihrem Tagwerk nach, das Tor stand offen.
„Was wünscht Ihr?“ wandte sich ein Knecht an die Gruppe. Der große kräftige Mann war aus dem Stall getreten; in der Rechten einen langstieligen Hammer.
„Deinen Herrn, Goran, möchten wir sprechen“ erwiderte Sibroc, während die Freunde die Pferde am Brunnen tränkten.
Der Knecht verschwand im Haus. Einige Minuten später: „Theobald möchte Euch sehen. Folgt mir!“
Die Gruppe wurde in einen großen Raum geführt in dessen Mitte eine lange Tafel stand. Am Kopfende saß ein grauhaariger Mann in den Mittfünfzigern. Ihm zur Linken saß ein etwa zwölfjähriger Junge. Zu seiner Rechten stand ein Mann Anfang dreißig, gewandet in eine Robe, der das Wort an sie richtete: „Mein Name ist Theobald, Berater Gorans und Lehrer seines Sohnes Tarrik. Was können wir für Euch tun?“
„Wir möchten Euch, Goran, um das Schwert Bernfrieds bitten; zur Befriedung zweier Dörfer und um Frieden und Stabilität für Cardolan zu sichern.“, trug Sibroc ihr Anliegen vor.
Schnell wurde klar, das Goran dem Gespräch nicht folgen konnte. Er schien verwirrt, geistlos und unaufmerksam. Theobald versuchte die Audienz schnellstmöglich zu beenden. Erst nachdem Sibroc versucht hatte den alten Gutsbesitzer zu beeinflussen, gab sein Berater der Bitte nach einem Gespräch unter vier Augen nach.Während die Unterhaltung draußen verlief, sprachen die anderen mit Tarrik.
Sie erfuhren von dem Bettler der sich vor einigen Wochen hier herumgetrieben hatte. Und von einem Fluch in einer dunklen unbekannten Sprache, den der Mann auf Goran und seine Frau gelegt hatte. Theobald bat die Gruppe um Hilfe. Dafür sollten sie das Schwert erhalten.
Der ausschlaggebende Hinweis kam von Tarrik. Er hatte eine tote schwarze Katze unter dem Fenster des großen Saales gefunden, kurz nach dem der Hausierer verschwunden war. Die starren weit aufgerissenen Augen der Katze blickten direkt durch das Fenster auf Goran. Sie schien seinen Geist mit ihrem Blick zu bannen oder gar gefangen zu halten. Instinktiv zerschlug Sibroc die Scheibe. Der Fluch war tatsächlich gebannt.
Der dankbare Hausherr gab das Schwert gerne für die gute Sache. Er empfahl den Freunden in Tharbad bei dem Gelehrten Wizelin Unterkunft und Hilfe zu suchen. Der Gildenvorsteher sei ein alter Freund und ausgezeichneter Historiker, der am südlichen Rand des Regierungsviertels direkt am Gwatlho lebe.
Der zweistündige Weg in die alte Hauptstadt Cardolans war schnell zurückgelegt. In diesen schweren vom Krieg gezeichneten Zeiten war Tharbad zu einem Auffangbecken für Flüchtlinge aus dem Norden geworden, die in einem primitiven provisorischen Hüttendorf an den Nordmauern der Stadt lebten.
Dennoch war Tharbad von beeindruckender Größe für die Gefährten, die älteste Stadt, die sie bisher gesehen hatten.
Das Haus Wizelins war leicht zu finden. Sie ritten entlang der Königsallee über die Brücke des mächtigen Gwatlho auf die Insel, den alten Kern Tharbads. Auf der Südseite lag das kleine zweistöckige Steingebäude, das einstige Stadthaus Gorans, das er an den Gelehrten verkauft hatte.
Eine alte Haushälterin öffnete der Gruppe. „Der Herr ist nicht im Haus. Er wird in einer Stunde zurück sein. Wenn die Herren warten möchten?!“ Sie führte die Freunde in die Bibliothek.
Während sie auf Wizelin warteten, vertrieben sich einige die Zeit mit Lesen. Als er nun endlich kam, war er durchaus bereit die Gefährten zu unterstützen. Er versprach ihnen das Schild, das sich in seinem Besitz befinde. Er konnte ihnen auch von einem spektakulären Einbruch bei der Juwelierin Lothoriel erzählen, die angeblich im Besitz des Helmes gewesen sei. Auch einen Hinweis auf die gesuchten Handschuhe konnte der Gelehrte geben. Bernfried selbst soll sie in die Hände eines seiner Hauptleute, eines niederen Dunadans namens Radulf, gelegt haben. Die Familie war damals im Südviertel Tharbads ansässig, da sie zu den Truppen Gondors gehörte. Ihre Spuren verlieren sich in der Geschichte.
Nun sind die Gefährten bereits im Besitz von drei Artefakten: Kettenhemd, Schwert und Schild. Werden sie die Hinweise des Gelehrten auf die Spur der anderen Gegenstände führen?

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3

Wednesday, April 15th 2009, 4:06pm

3. Kapitel: Tharbad

Dwalin reiste seinen Gefährten nach. Am Nordtor von Tharbad geriet er mit einem Noldor zusammen in Handgreiflichkeit mit Wegelagerern. Das Problem war schnell gelöst. Der Noldor, Wino mit Namen, schloss sich Dwalin an. Gemeinsam zogen sie ins Hafenviertel auf der Suche nach den Freunden des Khazad.
Der Orkenkopf war ihr erster Anlaufpunkt auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft und Informationen. Der Abend begann viel versprechend mit einem Würfelspiel gegen zwei Mitglieder der Stadtwache. Mehrere Silber- und Kupfermünzen und ein paar Stulpenhandschuhe wechselten den Besitzer. Gut gelaunt bestellten die Freunde ein ausgiebiges Mahl. Während des Essens belauschte Dwalin vier Männer zwischen 25 und 35 Jahren, die am Nebentisch in ein Gespräch vertieft waren. Sie waren offensichtlich auf der Suche nach ihm und seinen Gefährten, die wohl bei einem Gelehrten namens Wizilin im Bürgerviertel untergekommen waren. Das sah deutlich nach Ärger aus. Wino und Dwalin machten sich sofort auf den Weg, und klopften einige Minuten später an des Gelehrten Tür.
Die Freude Sibrocs und Tarthalions über das Wiedersehen mit ihrem Kampfgefährten war groß. Auch der Noldor Wino wurde gerne gesehen. Nachdem nun die gewonnenen Informationen ausgetauscht waren, beschlossen die Freunde am nächsten Morgen die Juwelierin Lothiriel zum Helm zu befragen, und mit der Familie Radulfs Kontakt aufzunehmen, um rechtmäßig um die heute gewonnen Handschuhe zu bitten.
Der Besuch bei Lothiriel, die ihr Geschäft im noblen Regierungsviertel betreibt, bestätigte den Gefährten, das die vier Söldner aus dem Orkenkopf, vor denen sie auch Rupert schon gewarnt hatte, ebenfalls hinter Bernfrieds Artefakten her waren. Denn kurz vor dem Überfall hatte einer der vier nach dem Helm gefragt, wurde von der Juwelierin allerdings abgewiesen. Mit dem Helm wurden beim Einbruch auch noch eine große Zahl von Smaragden gestohlen. Die Freunde versprachen die Gegenstände zurück zubringen. Lothiriel versprach ihnen dafür den Helm als Belohnung.
Während Sibroc und Tarthalion zum Südufer gingen, um mit Radulfs Familie zu sprechen, machten sich Wino und Dwalin auf ins Hafenviertel, um den Aufenthaltsort ihrer Gegner zu finden. Die beiden gerieten in einen Hinterhalt, dem sie nur knapp entkommen konnten. Immerhin konnten sie einen ihrer Feinde nieder strecken. Allerdings gewannen sie der Erkenntnis, das die Söldner ganz offensichtlich mit der Stadtwache zusammen arbeiteten, drehte sich der vom Kampfeslärm angelockte Trupp doch auf dem Absatz um und verschwand. Geführt wurde die Einheit von dem selben Mann, der am Vorabend die Handschuhe verloren hatte. Dwalin wurde beim Überfall verletzt, was allerdings für den geübten Animisten Wino kein Problem darstellte.
Sibrocs und Tarthalions Suche im Südviertel war noch weniger erfreulich. Ihre Frage nach Radulfs Familie brachte ihnen ein Gespräch mit Wernhelm, dem stellvertretenden Führer der gondorianischen Truppen in Tharbad ein. Sie erfuhren vom Tod Wolframs, des letzten direkten Nachkommens von Radulf, bei einem undurchsichtigen Duell gegen den Hauptmann der Stadtwache des Hafenviertels Ethel. Wernhelm nahm in Wolframs Leben so etwas wie die Vaterrolle ein. Sibroc beschloss den Offizier in ihre Mission ein zu weihen, in der Hoffnung seine Unterstützung zu gewinnen. Er versprach die genaueren Umstände von Wolframs Tod herauszufinden. Wernhelm wollte sich im Gegenzug um eine Audienz beim Kanzler Nimhir bemühen.
Wie sollten die Freunde nun weiter vorgehen? Ein Plan war dann rasch gemacht. Gerüchte sollten gestreut werden, die Gruppe würde bereits morgen Tharbad verlassen, um die Standarte aus Grünweg zu holen. Den Abend würden die Gefährten im Nordviertel im Gasthaus „Des Wanderers Ruh“ verbringen. So hofften die Freunde ihre Gegner heraus zu locken. Wernhelm würde ihnen mit einem kleinen Trupp gondorianischer Soldaten Rückendeckung geben, im Notfall auch gegen die korrupte Stadtwache. Eine Audienz beim Kanzler war für den nächsten Morgen bereits arrangiert.
Der Abend sollte etwas anders verlaufen als geplant. Bei einem guten Essen kam Sibroc mit einem Händler ins Gespräch, der ihm schon bald ein besonderes Buch anbot. Es handelte sich hier offensichtlich um eine Abschrift des selben Werkes, das der Magier bereits in Bruchtal gelesen hatte. Eine Abhandlung über die seltsame Art von Zauberei, die die Anhänger Caranguls verwendeten. Er kaufte dem Händler die Kostbarkeit ab.
Mittlerweile waren auch die vier Söldner eingetroffen. Nach kurzer Zeit kamen sie an den Tisch der Gefährten mit einem Angebot. Sie würden ihnen den Helm und schriftliche Beweise für ein Komplott des Animisten von Grünweg Delf gegen Furtwasser und Hagen, den Bürgermeister von Grünweg geben zum Preis von 500 Goldstücken. Aber die Gruppe beschloss mit diesem ehrlosen Söldnerpack keine Geschäfte zu machen. Einer bewaffneten Auseinandersetzung gingen die Gegner aus dem Weg. Sibroc folgte ihnen unsichtbar und fand so deren Unterschlupf in einem Lagerhaus im Hafenviertel. Da Wernhelm hier keinen Einfluss besaß, versprach er den Gefährten lediglich ihnen unter der Hand den Rücken frei zu halten.
Die Freunde machten sich noch in der Nacht auf den Weg ihre Feinde zu überwältigen, Helm und Beweise in ihre Hände zu bringen. Das Gebäude, bestehend aus einem Lagerhaus mit direkt angebautem Wohnhaus, wurde umstellt. Tarthalion und Wino versuchten von der Rückseite einzudringen, Dwalin durch die Haustür und Sibroc durch ein Giebelfenster. Alle waren unsichtbar und auf eine blutige Auseinandersetzung gefasst.
Der Zauberer gelangte durch das Fenster in einen großen Schlafraum, der das ganze Dachgeschoss einnahm. Über eine Leiter hinab gelangte er in einen Lagerraum, der an den Wohnraum an grenzte. Sibroc versuchte den verletzten hünenhaften Kämpfer in Schlaf zu versetzen, der auf dem Sofa lag. Leider misslang der Spruch, er wurde sichtbar und in einen Kampf mit dem Krieger verwickelt.
Währenddessen drang Dwalin durch die Haustür in den Flur, wo er bald auf den Magier der Gegner traf. Einer Seelenübernahme widerstand er erfolgreich, und streckte den Mann mit einem Schlag nieder. Auch auf der Rückseite des Hauses war mittlerweile ein Kampf entbrannt.
Mit knapper Not entkam Sibroc, brach vor dem Haus dem Tode nahe zusammen. Auch Wino wurde durch einen dummen Fehler seinerseits schwer verwundet. Nach wenigen Minuten war der Kampf entschieden. Zwei Gegner tot, zwei bewusstlos und gefesselt, Helm und Beweise gefunden.
Den Rest der Nacht versorgten die Gefährten ihre Wunden und versuchten etwas Ruhe zu finden, bevor sie am späten Vormittag des nächsten Tages mit ihren Gefangenen zum Kanzler gingen.
Als Fürsprecher und als Bezeuger der Wahrheit ihrer Worte begleitete sie Wernhelm ins alte Rathaus der einst prächtigen Stadt. Der Kanzler Nimhir hörte den Gefährten aufmerksam zu, bewunderte sie für ihre Tapferkeit und Mut und lobte ihre Umsicht. Für den nächsten Tag wurde die Reise nach Grünweg und Furtwasser festgesetzt. Begleitet von 50 gondorianischen Soldaten betrat der Herrscher von Cardolan den Boden des Zwistes. Die Verschwörung wurde öffentlich gemacht, der Animist Delf festgesetzt, der Streit zwischen Furtwasser und Grünweg geschlichtet. Ein Fest für den Held alter Tage, Bernfried, und den Held neuer Tage, Nimhir, beschloss den Tag.
Der Kanzler erhob die Insignien Bernfrieds zu Artefakten des Landes. So vereinigte er auch die Hiri zum Wohle Cardolans hinter sich. Die Zukunft des Landes war gesichert, zu mindestens vorläufig. Denn wer wusste schon genau, wann der Hexenkönig neues Unheil heraufbeschwören würde.
Die Gefährten beschlossen weiter zuziehen, zum dunklen Stein im Eryn Vorn, um den Geist Caranguls endlich aus Mittelerde zu tilgen. Ihr Weg sollte sie südwestlich führen, durch das nahezu entvölkerte Minhiriath, vorbei an den Ruinen des versunkenen Tharbad des Jahres 3012 DZ.

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4

Sunday, May 10th 2009, 11:53am

4. Kapitel: Caranguls Rückkehr- Durch Minhiriath 1

Wehmütig fiel der Blick der Gefährten auf das untergegangene Tharbad. Die letzten Tage hatten sie die ganze Pracht dieser großen wunderbaren Stadt kennen lernen lassen und auch das Elend und die Verzweiflung, die der Krieg gegen den Hexenkönig von Angmar mit sich brachten.
Wie sie in ihre Zeit, das Jahr 3012 DZ, zurückgekommen waren, wussten sie nicht. Sie hatten nicht einmal gemerkt, das sie der alte Wasa Ari- Ghan wiedereinmal in der Zeit hatte wandern lassen. Es war bereits Herbst geworden. Der Handschuh, den sie für die Zerstörung des dunklen Steins brauchten, trug Sibroc bei sich. Ogtaba, der Wasa- Schamane, der als Ork aufgewachsen war, hatte sie ohne große Worte verlassen, war zurück ins Nebelgebirge gewandert, ob zu seinem Stamm im Gramberg oder einfach nur in die kalte Wildnis um seine Ausbildung zu vollenden, wußte niemand.
Gerade als sich die Freunde auf ihren 500 km langen Ritt südwestlich durch Minhiriath machen wollten, kam ihnen ein Reiter aus dem versunkenen Tharbad entgegen. Nass bis auf die Knochen, näherte sich ein Waldelb der Gruppe:
„Man bin ich froh, das mich der Gwatlho wieder ausgespuckt hat. Doch verzeiht, ich bin unhöflich. Mein Name ist Lamalas, Silvan aus dem nördlichen Düsterwald auf dem Weg zum Eryn Vorn.“
Nach anfänglichem Zögern, nahmen die Gefährten Lamalas in ihre Reihen auf.
Minhiriath, großes, wildes, Gras bewachsenes Hügelland, durchzogen von Flüssen und Wäldern, nahezu menschenleer in diesen dunklen Zeiten. So sagt man. Zwölf Tage sollte die Durchquerung dauern.
Die Reise ging gut voran. Das herbstliche kalte Regenwetter hatte noch nicht eingesetzt. Und vielleicht würden sie dieses schöne Land vorher durch ritten haben: Broca, Tarthalion, Menelcar, Lamalas, Wino und Sibroc.
Als Rast- und Ruheplatz für das Ende des fünften Tages, hatte die Gruppe die Erhebung Creb Dunga ins Auge gewachst. Den Valar sei Dank, hatten sich Broca und Menelcar in Tharbad in Wizelins Haus mit Karten Cardolans beschäftigt. Waren sie auch aus heutiger Sicht hoffnungslos veraltet, die Städte und Dörfer nicht mehr existent, so sollten Naturformationen doch wahrscheinlich noch erhalten sein. In der Nähe des Hügels angekommen, sahen sie eine dünne Rauchfahne aufsteigen. Kurz darauf konnten sie das Feuer bereits riechen. Die Falbhaut Broca beschloss einmal nachzusehen, ob sie vielleicht an diesem Feuer einen Platz für die Nacht finden würden. Vorsichtig und lautlos erreichte der Hobbit die Ruinen auf der Spitze. Fünf Männer schlugen hier ihr Nachtlager auf. In grün und braun gekleidet, seit Tagen nicht mehr rasiert, machten die mit Jagdmessern und Bögen Bewaffneten einen düsteren Eindruck. Sie unterhielten sich in einem Dialekt des Westron. Und so schlussfolgerte Broca, das es sich um Jäger handeln musste.
Die Gruppe ritt daraufhin geräuschvoll im Dämmerlicht des schwindenden Tages auf den Hügel hinauf. Der älteste der Männer kam ihnen ruhig entgegen. Nach anfänglichen Sprachschwierigkeiten, verfiel auch er, der sich Balder nannte, in das gebräuchliche Westron. Die Freunde verbrachten einen schönen Abend am Lagerfeuer der Jäger. „Wir jagen zur Zeit den seltenen und gefährlichen Glutan“, erzählte Balder. „Sein Fell ist sehr begehrt und wird uns in Caerg Faergus einiges einbringen.“
„Caerg Faergus?“, hakte Menelcar nach.
„Die einzige Stadt hier in Minhiriath“, antwortete ihm der Jäger. „Sie liegt am nördlichen Eryn Vorn, hat sogar einen kleinen Hafen. Sie leben vom Fischfang und vom Handel mit den wenigen Menschen des Landes. Ab und an wagt sogar noch ein Schiff aus dem südlichen Pelargir die Reise dort hin.“
Froh ein konkretes Ziel vor Augen zu haben, bittet Menelcar Balder um Vorräte.
„Auch unsere Nahrung ist knapp bemessen. Aber am morgigen Abend müsstet ihr auf ein kleines Dorf treffen. Im Gasthaus Zur letzten Laterne könnt ihr eure Vorräte auffrischen. Die Grimmonds werden sich über euren Besuch freuen. Inga kocht ganz ausgezeichnet. Aber nehmt euch in Acht. Orks scheinen dieser Tage in Minhiriath unterwegs zu sein. Vor drei Tagen stießen wir südlich von hier auf vier bis fünf tage alte Spuren. Ein gutes Dutzend war in Richtung Osten unterwegs.“
Die Nacht blieb ruhig. Im Morgengrauen verabschiedeten sich die Freunde von Balder und seinen Jägern und setzten ihre Reise fort.
Gegen Abend erreichten die Gefährten das Tal in dem die sieben Häuser lagen. Die kleine Siedlung durchzog ein Bach, ein Wald lag am Hang des Hügelkamms. Die untergehende Sonne im Rücken lag das Gasthaus vor ihnen. Am Brunnen ließen die Gefährten die Pferde zurück, um in den Schankraum zu treten...

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Monday, May 11th 2009, 7:54am

4. Kapitel: Caranguls Rückkehr- Durch Minhiriath 2

...“Könnte sich bitte jemand um die Pferde kümmern“ erklang Menelcars Stimme im Schankraum. Ein kleiner Junge, vom Wirt Alwin gerufen, machte sich auf den Weg.
„Wir brauchen etwas zu Essen und eine Unterkunft für die Nacht“, sprach Tarthalion den Wirt an. Die Freunde durchquerten den alten Gasthof, um an einem Tisch in der Nähe des Kamins Platz zu nehmen. Die Dorfbewohner, die ihr abendliches Bier genossen, nahmen kaum Notiz von ihnen. Der Wirt Ethelbert Grimmond nahm die Bestellung entgegen, ließ den Schlafsaal richten.
Später, das Abendessen hatte hervorragend geschmeckt, nahm Menelcar den Gastwirt bei Seite:
„Wir trafen unterwegs auf Balder und seine Jäger. Sie warnten uns vor Orks, deren Spuren sie vor drei Tagen südlich von hier gefunden hatten. Vielleicht gebt ihr die Warnung an die anderen weiter.“ „Danke“, erwiderte Ethelbert und verschwand im Dorf. Die Gefährten legten sich schlafen.
Gegen Mitternacht klopfte es heftig an der Tür des Schlafsaales. Inga, die Frau des Wirtes, bat sie mit ängstlicher zitternder Stimme in den Schankraum. Irritiert und sichtlich müde folgten die Freunde.
„Unser jüngster Sohn, Alwin, ist verschwunden. Wir können ihn nirgends finden. Auch im Dorf ist er nicht. Er treibt sich aber auch gerne herum.“ erklärte der Wirt.
„Helft uns bitte ihn zu finden. Bitte!“ flehte Inga.
Eilig rafften die Abenteurer ihre Ausrüstung zusammen. Ausgestattet mit Laternen begann die Spurensuche. Broca entdeckte die Fährte hinterm Haus am Waldrand. Schnell folgten sie der Spur. Nach ein paar Minuten brach etwas lautstark seitlich durchs Unterholz. Der Junge, am ganzen Körper zitternd, fiel ihnen in die Arme. Er konnte kaum sprechen. Seine Faust hielt einen abgerissenen Zettel in der Hand:
„Blogaths Totenbuch, altes Gewölbe im Wald, rote Orks, dürfen das Buch nicht bekommen, versuche sie aufzuhalten, werde Hilfe brauchen.“ stand dort in krakeliger Schrift zu lesen. Mit Mühe war dem Jungen eine Beschreibung der Person zu entlocken: „Eine Frau...grüne und braune Kleider...“ brachte er hervor. Inga war froh ihren Alwin wieder in die Arme schließen zu können.
Die Gruppe folgte der Fährte des Jungen. „Rote Orks...was machen Carangul Orks hier in Minhiriath? Wozu brauchen sie das Totenbuch? Was ist los am dunklen Stein im Eryn Vorn?“ schoss es ihnen durch den Kopf, als sie eine Lichtung erreichten. Eine kleine Felsformation in der Mitte fesselte ihre Aufmerksamkeit. Der Ort wirkte unheimlich. Große Bäume umstanden ihn. Broca entdeckte die Spuren der Waldläuferin. Sie endeten in einem schmalen Felskanal auf der Rückseite der Lichtung vor einer kaum sichtbaren Tür. Gefahr spürte der Kundschafter, eine magische Falle sicherte die Tür. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl wurde die Flammenfalle ausgelöst ohne das jemand zu schaden kam.
Kaum in das Gewölbe eingedrungen, entdeckten die Freunde die Waldläuferin tot am Boden. Tarthalion fand bei seiner Durchsuchung ein wunderschönes Schwert auf dem elbische Buchstaben zu lesen waren: Orktöter.
Die erste Abzweigung führte sie in einen alten Vorratsraum, direkt in die Arme eines Knochenmannes. Mutig stürzten sich Menelcar und Tarthalion auf den Untoten. Schnell zerfiel der unter dem Ansturm wieder zu einem Haufen Knochen. Nun war ihnen allerdings der Weg zurück zum Hauptgang versperrt. Orks nahmen die Gefährten unter Beschuss. Menelcar funktionierte ihr Lampenöl zu brennenden Wurfgeschossen um. Broca schleuderte sie den Gegner entgegen. Nach kurzem heftigen Kampf lagen die brennenden Orks tot danieder.
Der Hauptgang endete vor einer schweren Eisen beschlagenen Tür. Düstere Stimmen waren dahinter zu vernehmen. Menelcar stieß die Tür auf. Eine alte zerfallenden Bibliothek tat sich vor den Gefährten auf. Hinten rechts klaubte jemand einzelne Seiten vom Boden auf, gewandet in grobe Felle, behangen mit Totenköpfen. Offensichtlich ein Schamane der Orks. Vor den Regalen im hinteren linken Teil des Raums stand ein groß gewachsener Ork in Kettenrüstung, eine Armbrust im Anschlag.
Die Gruppe teilte sich. Menelcar rannte auf den Schützen zu. Broca brachte sich in Wurfposition. Tarthalion stürmte auf den Schamanen zu. Lamalas bereitete einen Zauber vor.
Der Schuss des großen Ork ging fehl. Der Krieger aus Dol Amroth ging ihn hart an. Auch Broca konnte ein paar Treffer landen. Der Schamane zog allerdings eine Feuerwand vor sich hoch, schien abzuwarten. Gemeinsam kämpften die Gefährten den Orkkrieger nieder, bevor sie den Schamanen versuchten durch die Flammen hindurch zu verwunden.
Plötzlich verschwand das Feuer. Der Schamane gestikulierte wild. Aber Broca, dem sein Angriff wohl galt, widerstand. Gerade als der Schamane fiel, verfehlte Tarthalion ein Bolzen nur knapp. Broca allerdings wurde von einem Streithammer hart im Rücken getroffen. Der große Ork stand wieder auf den Beinen. Während sich der Heiler Wino um den Hobbit kümmerte, griffen die anderen gemeinsam an. Nach kurzem hartem Kampf lag der Ork nun endgültig tot am Boden.
Eine weitere Untersuchung des Gewölbes ergab nicht mehr viel. Eine weitere Begegnung mit einem Knochenmann. Und einen zweiten Ausgang, der offensichtlich regelmäßig von Waldtrollen benutzt wird, der in einer großen natürlichen Höhle endet.
Mit Blogaths Totenbuch im Gepäck kehrten die Gefährten ins Gasthaus zurück.

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Tuesday, June 16th 2009, 8:02am

5. Kapitel: Caranguls Rückkehr- durch Minhiriath 3, der Orküberfall

Keine vier Stunden nach der Rückkehr aus dem unterirdischen Gewölbe mit Blogaths Totenbuch im Gepäck, hatten sich die Freunde schlafen gelegt. Wino, der Animist, schreckte aus seinen Träumen auf. Ein Geräusch an der Wirtshaustür hatte ihn geweckt. Vorsichtig schaute er nach. Der Noldor sah einen mittelgroßen Mann, der zwei Kinder an der Hand führte und aufgeregt mit der Wirtin Inga sprach. Eine unbestimmte Ahnung ließ Wino das Tal hinab ins Dorf schauen. Die hinteren Häuser brannten. Hastig weckte der Elb seine Freunde.

Die Aufregung war groß. Carangul- Orks zogen durch das kleine Dorf, töteten alles was ihnen unter die Messer kam und legten Feuer. Sie waren gekommen, das Buch zu holen und die Feinde ihres dunklen Meisters hier und heute zu stoppen. Die Gefährten teilten sich um die anderen Bewohner zu warnen, sie ins Gasthaus zu holen und eine gemeinsame Flucht aus dem Tal zu wagen. Tarthalion und Wino nahmen das nördliche Flussufer, Menelcar und der Waldläufer Skutilla, ein Dorfbewohner blieben am südlichen. Lamalas sattelte die Pferde und packte ihre Sachen, während Inga die Kinder vorbereitete.

Wino und Tarthalion gerieten in einen Kampf mit den Orks als sie versuchten die Bewohner des westlichsten Hauses zu warnen. Wino wurde schwer verletzt. Zornig und wütend hielt der junge Krieger die Stellung bis ihnen Menelcar zu Hilfe kam. Nach kurzer Zeit hatten sich die meisten Talbewohner am Gasthaus gesammelt.

Dann zog der kleine Tross Richtung Osten zum Taleingang am Fluss entlang. Skutilla und Lamalas ritten voraus um zu schauen, ob ihr Fluchtweg frei sei. Doch schon bald mussten sie erkennen, das der Taleingang besetzt war. Sie wurden erwartet. Die Falle hatte sich geschlossen. Elf Orks hielten den Pass.

Menelcar, Tarthalion und Wino versuchten noch einmal sich den Rücken frei zu halten. Sie erwarteten die sie verfolgenden Orks am Stall des Gasthauses. Geschickt hielt Menelcar Caranguls Schergen mit dem Bogen auf Abstand. Als die Übermacht größer wurde, die Orks näher rückten, griffen Tarthalion und Wino in den Kampf ein. Doch schon bald wendete das Blatt sich wieder gegen sie. Eine in einen dunklen Mantel gehüllte und auf einen Stab gestützte Gestalt mischte sich ein. Plötzlich krümmte sich Menelcar am Boden liegend vor Schmerzen. Die Krallenhand in seine Richtung gestreckt, spürte der Südländer wie die Kreatur ihm die Brust auf zu reißen schien. Schnell zog ihn Wino aus dem Wirkungsbereich, während Tarthalion die Orks mit seinem in den Katakomben gefundenen Schwert Orktöter in Schach hielt. Nach einer kurzen Versorgung schlossen die drei wieder zum Tross auf. Auch Skutilla und Lamalas kehrten zurück. Nun waren sie also eingeschlossen. Wohin sollten sie sich wenden?

In dieser schweren Stunde tauchte unerwartet Hilfe auf. Ihr alter Freund und Weggefährte Celebeth kam von Norden heran. Durch Zufall war er auf ihre Notlage aufmerksam geworden. Er hatte einen uralten vergessenen Pass im Norden, der in das Tal hinein führte gefunden.

Nach einem kurzen heftigen Kampf hatten sie ihre Verfolger aufgerieben, folgten nun dem Elben nach Norden. Rasch verließen sie das Tal ohne noch einmal aufgehalten zu werden.

Der Gefahr entronnen trennten sich die Gefährten von den Dorfbewohner, um sie nicht noch größeren Risiken auszusetzen. Immerhin hatten die Orks ja noch nicht was sie wollten. Celebeth würde die Menschen zu den Jägern führen, während die Gruppe nach Caerg Faergus weiter zog, wo sie acht Tage später auch ankamen.

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Monday, July 13th 2009, 4:02pm

6. Kapitel: Caranguls Rückkehr- Entscheidung im Eryn Vorn I

Ogtaba, Schamane, der Wasa, der als Ork im Gramberg aufgewachsen ist, hatte die Gruppe verlassen. Tiefe Zweifel, wohin er denn nun eigentlich gehöre, trieben ihn zurück ins Nebelgebirge. Unterwegs griffen ihn Orks an, sein eigenes Volk wollte ihn nicht mehr. Visionen und Träume zeigten ihm seine neuen Freunde, mit denen er so viel zusammen erlebt hatte in Gefahr. Einer von ihnen, Sibroc der Magier, war gar in die Hände des Feindes geraten, sollte der Wirtskörper für Caranguls Geist werden. War es schon zu spät? Oder konnte er seinem Freund noch helfen? Schnell wie der Wind ritt Ogtaba auf seinem Wolf durch Minhiriath. Er traf eine halbe Tagesreise vor Caerg Faergus auf die Gefährten. Es war Abend, Sibroc war nicht bei ihnen. Der Schamane berichtete den Freunden von seinen Visionen. Zügig brachen sie am nächsten Morgen auf.

Caerg Faergus ist die größte Stadt in Minhiriath. Umgeben von einer Palisadenmauer, liegt sie am nordöstlichen Rand des Eryn Vorn. Das in früheren Jahrhunderten wichtige Handelszentrum lebt heute vom Fischfang und der Viehzucht. Gelegentlich kommen noch Schiffe aus dem Süden. Zur Zeit liegt die „Wellenspringer“ aus Dol Amroth am Kai.

Die Stadtwache begegnete der Gruppe freundlich, noch nichts ahnend von der Bedrohung die sich im düsteren Rast Vorn zusammenbraute. Die Freunde kamen in der „Krabbe“ nahe des kleinen Hafens unter. Sie wollten schnell die nötigen Informationen zusammentragen, vielleicht einen Führer finden, der sie in den Eryn Vorn brachte, zu dem kleinen Ort Bor Leath, in dem sich laut Ogtabas Traum die Carangul Orks aufhalten sollten. Dann weiter zur Lichtung mit dem dunklen Stein auf der alles begann. Während die anderen mit der Wirtin sprachen, setzte sich Menelcar zu seinen Landsleuten aus Dol Amroth. Die Seeleute waren gesprächig, langweilten sich offensichtlich in dieser kleinen öden Stadt. Menelcar erfuhr, das sie hier auf einen Waldläufer warteten mit dem sie seltene Kräuter handelten. Und sie waren auf der Suche nach neuen Eisenvorkommen, da die eigenen Minen im Umland von Dol Amroth aus bisher unbekannten Gründen nicht mehr lieferten.

Später suchten Ogtaba und Lamalas den Waldläufer, der sich Illtrud nannte, auf , während Menelcar sich noch zu einem Gespräch mit dem Kapitän der „Wellenspringer“ Cadwallon aufmachte.

Illtrud beschrieb den Gefährten den Weg nach Bor Leath. Er hatte auch schon von der Lichtung gehört, die nördlich des kleinen heute unbewohnten Ortes liegen sollte. Genaueres wußte er jedoch nicht. Um sie dort hin zuführen fehlte dem Waldläufer die Zeit. Illtrud erzählte Ogtaba von einer seltenen Baumflechte die starke Visionen hervorrufe. Der Schamane tauschte mehrere Portionen gegen den Knochenschädel eines Eichhörnchens.

Noch am selben Tag machte sich die Gruppe auf den Weg in den Eryn Vorn. Am Abend kamen sie in Bor Leath an. Um den Orks in der Dunkelheit nicht über den Weg zu laufen, schlugen die Freunde etwas Abseits des verfallenen Dorfes ein kleines Lager auf. In der Abenddämmerung machte sich der Hobbit Broca noch auf den Weg um den Ort auszukundschaften. Er entdeckte Orks in drei Wachtürmen, in einem alten Bauernhaus und in der ehemaligen Handelshalle. Einen Weg zur Lichtung konnte der Kundschafter nicht finden.

Nach einer ruhigen Nacht wollten die Freunde im Morgengrauen am nördlichen Rande Bor Leaths entlang schleichen, um den Weg zur Lichtung, den Ogtabas Wölfe doch noch gefunden hatten zu erreichen. Unbemerkt erreichten sie beinahe den Fluss Cadno, der den Ort durch floss. Jedoch machten sie die Orks des ehemaligen Gehöftes auf sich aufmerksam. Ein heftiger Kampf entbrannte, dem die Gefährten nur mit Mühe und Not über den Fluss hinweg entkamen. Gefolgt von den Orks rannten sie den Hohlweg entlang...

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Tuesday, July 14th 2009, 10:29am

6. Kapitel: Caranguls Rückkehr- Entscheidung im Eryn Vorn II

...Die Flucht endete vor einer tiefen etwa zehn Meter breiten Felsspalte über die sich lediglich eine schmale Hängebrücke spannte. Dahinter lag eine alte Hütte auf einem Felsplateau. Die Orks waren nicht mehr zuhören. Entweder formierten sie sich neu, warteten auf.Verstärkung oder Ogtabas Wölfe hatten sie ausreichend beschäftigt. Den Freunden blieb genügend Zeit um sich etwas um zuschauen. Broca entdeckte viele menschliche Fußspuren. Die Brücke wurde also regelmäßig benutzt. Ein weiteres stark bewaldetes Plateau lag nördlich etwa dreißig Meter über der Hütte.

Die Gefährten beschlossen die Felsspalte zu überqueren, dann die Brücke zu zerstören, um die Orks eine Weile aufzuhalten. Nachdem sie eilig die Hütte erkundet hatten, offensichtlich niemand da war, suchten sie nach einem Weg das höher gelegene Felsplateau zu erklimmen. Seile waren schnell zusammen geknotet. Lamalas nahm das Seil, konzentrierte sich einen Augenblick und erschient plötzlich oben auf dem Plateau. Nun war der Aufstieg rasch geschafft.

Vor den Augen der Gruppe lag ein weiterer dunkler Hohlweg. Allerdings ging diesmal eine böse Aura vom Eingangsbereich aus. Zahlreiche, noch keinen Tag alte Spuren, zum Teil tiefe Fußspuren führten in den Wald hinein. Also waren die Hexe Angwen und ihre fünfzehn waldmenschlichen Begleiter womöglich schon auf der Lichtung um Caranguls Geist zurück zu holen. Hoffentlich kamen sie noch nicht zu spät.

Ogtaba erkannte, was den Weg bewachte, ein uralter bösartiger Huorn. Fackeln wurden schnell entzündet. Mit Hilfe des Feuers hielten sich die Gefährten den Baum vom Hals. Dann liefen sie den Hohlweg entlang.

Der Anblick der sie am Ende des Weges erwartete ließ den Freunden den Atem stocken. Die aus einigen Träumen und Visionen bekannte Lichtung lag vor ihnen. Vor einem großen Runen bedeckten Stein lag Sibroc, gefesselt an Händen und Beinen, geknebelt und mit verbundenen Augen. Die Hexe Angwen kniete vor seinem Körper, die Hände auf seine Brust und Bauch gelegt. Fünfzehn Männer umstanden im Kreis die Hexe und das Opfer.. Der Stein glühte leicht. Kleine Blitze krochen in Sibrocs Körper. Ein monotoner Singsang lag über der Lichtung. Am westlichen Rand der Lichtung stand ein uralter Steinbogen, Nebel durchzog ihn.

Am liebsten wären die Gefährten einfach los gerannt um ihren Freund zu retten. Doch Ogtaba spürte die große dunkle Macht, die die Feinde schützte. Ein Gang in die Geisterwelt ließ selbst den Schamanen erschauern. Fünfzehn mächtige böse Geister umschwirrten die Hexe und ihre Männer. Mitten unter ihnen war auch schon Carangul. Als Ogtaba zurückkehrte glühte der Stein heftig, gewaltige Blitze zuckten in Sibrocs Körper, der leicht über dem Boden zu schweben schien, der Nebel im Tor war verschwunden, der Singsang war laut geworden. Viel Zeit blieb den Freunden nicht mehr.

Ein Plan war schnell gefasst. Ogtaba würde ein paar Geister rufen, die die Bösen beschäftigen sollten. Dann würde er einen geistigen Kampf gegen die Hexe ausfechten. Derweil sollte Menelcar los laufen um mit Hilfe des Handschuhs den Stein zu zerstören. Tarthalion würde ihn begleiten um ihm den Rücken freizuhalten. Lamalas und Broca sollten die Gegner vom Rand der Lichtung aus unter Beschuss nehmen.

Dann ging alles sehr schnell. Die Hexe und ihre Männer waren tatsächlich überrumpelt, das Ritual bei dem geballten Angriff der Freunde unterbrochen. Doch jetzt entbrannte ein heftiger Kampf. Während Menelcar durch drei Männer einfach durchbrach und den Stein zu zerstören begann, musste sich Tarthalion aus plötzlich aufgelockertem Erdreich befreien, was ihn einige Zeit kostete. Danach spürten seine Feinde erbarmungslos das kalte Schwert des wütenden Kämpfers. Ogtaba hatte es tatsächlich geschafft die Hexe von Sibroc abzubringen. Als diese ihn angreifen wollte, umfasste der Schamane seinen Speer, warf und durchbohrte Angwens Schädel. Erneut hatte der Wasa eine Hexe nieder gestreckt; Ogtaba Hexentöter. Aus dem Hohlweg hörten sie wütende Stimmen aufgebrachter Orks. Hatten sie sie also doch eingeholt. Während sie weiter auf ihre Feinde schossen bewegten sich Lamalas und Broca auf die Mitte der Lichtung zu. Plötzlich erschien unerwartet Hilfe. Im Nebel verhangenen Torbogen tauchte Illtrud auf. Er hetzte eine Meute Eichhörnchen auf die Gegner, Waldmenschen und Orks gleichermaßen. „Hierher“, schallte seine kräftige Stimme über die Lichtung. In diesem Moment barst der Runenstein unter Menelcars Schlägen, Tarthalion griff sich Sibroc und alle rannten hinüber zum Tor.

Plötzlich war alles vorüber. Der Kampflärm war vorüber, die Lichtung verschwunden, die Gefährten in Sicherheit. Als der Nebel verschwand fanden sich die Freunde in der Hütte des Waldläufers Illtrud in Caerg Faergus wieder.

Nun hatten sie Zeit sich zu erholen. Carangul war endlich besiegt, der Nordwesten Mittelerdes wieder etwas sicherer.

Doch wohin würden die Gefährten nun ihre Schritte wenden? In den Süden, um den Gerüchten um eine Eisenknappheit nachzugehen? In den südlichen Eryn Vorn, um dem alten Wasa Ari- Ghan einen Besuch abzustatten? Oder vielleicht in den äußersten Westen in die Blauen Berge?

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