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23.11.2007
Die Chronik, ich bitte schreibfehler zu übersehen:
Um die wirtschaftliche Lage in unserem Königreich zu festigen sind Boten in die benachbarten Länder Akeron und Walusia entsandt worden. Vor allem die Förderung von Erz hat einen dringenden Stellenwert, da die Dunkelzwerge in Akeron über hochwertige Ressourcen verfügen.
Drei Monate nach Ankunft der Drakischen Minister sind nunmehr alle Verhandlungen gescheitert. Sämtliche Handelsbeziehungen wurden mit sofortiger Wirkung seitens des Drakischen Imperiums verboten. Die überaus geschickten diplomatischen Bemühungen seitens König Werthelm, einen Krieg zu verhindern, hatten glücklicherweise erfolg.
Auf unerwartete Weise konnten neue Handelsbeziehungen mit einem Volk schlangenartiger Wesen aufgenommen werden, die an den südlichen Küsten vor Anker liegen. Neben exotischen Speisen, sind die Schiffe insbesondere mit einer Sorte robusten Gesteines beladen. König Werthelm beabsichtigt, die gesamte Ladung zu kaufen und mit dem fremden Volk in Geschäftsbeziehungen einzutreten. Der Befehlshaber dieses Volkes, das sich selbst „Szen“, nennt, ist ein ehrenwerter Mann. Seine Gefolgsleute sprechen ihn nie mit Namen an, doch hat er sich dem König als „Koroth“ vorgestellt.
Es ist Antwort aus Akeron eingetroffen. Entgegen unserer Erwartungen waren die Dunkelzwerge an keiner Allianz oder Handelsbeziehung mit uns interessiert und verweigern uns somit die Lieferung von Erz. Dennoch hat eine kleine Handvoll Menschen sich bereit erklärt unser Land mit Getreide zu beliefern.
Die Szen haben eine kleine Siedlung in der nähe des Dorfes Schnellwasser errichtet. Dort soll nach ihren angaben ein Depot errichtet werden, über das Sie uns schneller beliefern können.
Nach der Fertigstellung der Szen Siedlung gehen die Handelsbeziehungen immer noch schleppend voran. Koroth strapaziert die Geduld des Königs auf ein unangemessenes Maß.
Ein Drakischer Stoßtrupp hat einen bedeutsamen Angriff auf unsere Länderein in den westlichen Küstenregionen gewagt. Nur mit mühe konnten die Eindringlinge vertrieben werden. König Werthelm hat bereits Verhandlungen mit den Szen in die Wege geleitet, um die Streitkräfte des Königreiches zu festigen. Truppenführer Rezzan hat bereits einen Stoßtrupp in die gefährdete Region entsannt um einem erneuten Angriff seitens der Drakischen Miliz entgegenwirken zu können. König Werthelm spricht von gelungenen vielversprechenden Verhandlungsgesprächen.
Handelsbeziehungen mit den Drykoden aus Walusia wurden erfolgreich eingeleitet. Die ersten Lieferungen werden in wenigen Tagen erwartet.
Nach einer unangenehmen Auseinandersetzung mit einem Trupp der Szen, mussten die Stadtwachen von Trohnbürden 5 Soldaten als vermisst melden. Alle in den Konflikt verwickelten Wachen sind spurlos verschwunden. Angaben aus der Bevölkerung widersprechen sich. Es ist unklar wer den streit begonnen hatte, noch was der Auslöser war.
Koroth hat um eine Audienz für diplomatische Gespräche gebeten. König Werthelm hat dem statt gegeben.
Die Lieferungen aus Walusia sind auf ihrem Weg in unser Königreich vernichtet worden. Das Schiff mit der Ladung und der gesamten Besatzung ist gekentert.
Beschwerden über das herrische Verhalten der Szen in den westlichen Küstenregionen haben den König verstimmt. Er wird nun seinerseits ein Auge auf die sehr eigensinnigen Szentruppen halten lassen.
Agenten des Königs berichten von einem bisher unbekannten Lager der Szen, das offensichtlich eine Art Tempelanlage zu errichten versucht. Zum Bau des Tempels seien vor allem die außergewöhnlichen Gesteine der Neuankömmlinge verwendet worden. Da der Bau erst in der Anfangsphase ist, werden weitere Vorgehensweisen im Rat besprochen. Die einhellige Meinung jedoch, ist daß dies ein klarer Vertrauensbruch gegenüber dem König bedeutet.
Neue Angriffe der Drakaner an der Westküste wurden gemeldet. Nachdem alle Szentruppen unversehrt nach Graustein zurückkehrten wurden ernste Zweifel an den Motiven der Szen laut. König Werthelm’s Cousin Siegmut äußerte sich über die Ereignisse wenig beunruhigt und gab bekannt, daß die Szen die Rettung des Königreiches bedeuten könnten, wenn ihnen nur Gelegenheit geboten würde.
Eine große Zahl Bürgern meldeten vermisste Personen in Trohnbürgen, Schnellwasser, Eisenheim und Graustein. Da jedoch Graustein in keiner Verbindung mit den Szen steht, kann keine Anklage ausgesprochen werden. Um der immer größeren Problematik zwischen den Bürgern und den Szen entgegen zu steuern hat König Werthelm eine Abordnung von Agenten entsandt, die den Dingen auf den Grund gehen soll. Das heutige Gespräch mit Koroth ergab eine überraschende Neuigkeit. Der Befehlshaber trägt einen Prinzentitel, der ihm ermächtigt entscheidendere Dinge mit König Werthelm zu klären.
Siegmut’s Sohn Albrecht erlangt die Volljährigkeit und wird zum Erzherzogen ernannt.
Die Verhandlungen mit Koroth haben eine dramatische wende genommen. Koroth weigerte sich den Bau der neuen Tempelanlage auf Königlichem Hoheitsgebiet einzustellen und drohte König Werthelm mit Konsequenzen. Die Berater des Königs bemühten sich um einen Kompromiss, der bisher jedoch nicht erzielt werden konnte. Die Szen haben sich zu einem Problem entwickelt. Siegmut glaubt immer noch in den Szen einen nützlichen Verbündeten gefunden zu haben.
Verrat. Nach einem Attentat auf dem König haben wir uns in die Sommerresidenz des Königs zurückgezogen. Er hat nur seine Frau und uns, seine engsten Berater und Verbündeten gebeten ihn zu begleiten. Der Palast wird bis auf weiteres von Siegmut gehalten. Der Attentäter verwendete eine vergiftete Klinge, die den König sehr geschwächt hat. Heilkünste erwartet den König von Gando, einem befreundetem Eremiten, der alleine in den Wäldern lebt.
Offensichtlich sind die Streitmächte der Szen wesentlich zahlreicher als vermutet. Aus den Küstenregionen werden hunderte von Schlangenmenschen gemeldet, die in großer Zahl das Land überschwemmen. Neusten Berichten zufolge haben die Szen in Erfahrung gebracht, welche unsäglicher Schatz sich in den Kammern des Hauptpalastes versteckt hält. Nun ist König Werthelm die wahre Absicht der Szen bewusst geworden. Sie haben von vornherein nur versucht an jenen Schatz zu gelangen. Solange der Siegelring jedoch sicher ist, besteht kein Grund der Besorgnis. Die Kammer kann ohne ihn nicht geöffnet werden.
Truppen der Szen haben unseren Aufenthaltsort entdeckt. Lohnegrin, der Richter des Königs hat bereits einen Fluchtplan für den König erstellt. Seine Absichten sind geheim, doch geht es dem König von Tag zu Tag schlechter. Dunkle Wolken ziehen auf und nur wenig Hoffnung bleibt. Wir haben Hilferufe nach Walusia gesandt. Bis wir Antwort erhalten, wird es schon zu spät sein.
Lohnegrins Plan war meisterlich. Wir sind in Sicherheit. Für eine weile zumindest. Die Festung in der Tarutas Schlucht ist schwer erreichbar und nahezu uneinnehmbar. Dennoch war der Preis diesen Ort zu erreichen hoch. Die Frau des Königs wurde gefangen genommen und Lohnegrin musste zurückbleiben. Er hatte eine Verkleidung erdacht, die ihn wie der König selbst aussehen ließ. Die Szen haben die Maskerade nicht durchschaut. Mögen die Götter ihm gnade schenken.
Nach unseren Informationen ist Lohnegrin der Richter des Königs gefallen, durch Siegmuts Schwert enthauptet und für die ewige Verdammnis verflucht. Das Schicksal der Königin bleibt ungewiss.
Heute ist König Werthelm, Sohn des Tohrgold, hoher Herrscher über Tarun an der vergifteten Wunde gestorben. Gando der Druide verhängte einen Fluch über dem Wald, der die Seele des Königs gefangen halten sollte. Sein leben konnte so nicht gerettet werden. Welch dunkle Tage stehen uns bevor. Siegmut hat den Trohn an sich gerissen, doch ohne den Siegelring kann der die Macht des Würfels nicht nutzen.
Frustriert über die gescheiterten suchen nach dem Siegelring ziehen sich die Szen aus Tarun zurück. Der unfertige Tempel gleicht einer Ruine. Nur eine handvoll bäuerlicher Szen entschloss sich in Tarun zurück zu bleiben. Unabhängig von den kriegerischen Absichten der Herrscharen verhalten sich diese gewöhnlichen Szen eher ruhig.
Seit Tagen dringt keine Nachricht mehr zu uns durch. Da unser Reich gestürzt, unser König gefallen und unsere Freunde vernichtet sind kehren wir morgen zurück in die Sommerresidenz. Wir hinterlassen dem König unsere wichtigsten Artefakte und betteten ihn würdevoll auf dem Herrscherthron. Von einer Beisetzung oder einer Übergabe in das Feuer haben wir abgesehen, wir eindringlich davor gewarnt wurden den König als verloren anzusehen. Seine Rückkehr sei glorreich, seine Hand wird wieder sein Volk leiten. Ob im Tod oder im Leben. Hiermit schließe ich diese Chronik. Möge eine neue Zeit unserem Land mehr glück bescheren und möge der Ring nie gefunden werden, damit die Szen nicht wiederkehren um den Würfel an sich zu reißen.
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