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Stratovarian male

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1

Sunday, December 19th 2004, 9:49pm

Spieleabend vom 18.12.

Auszüge aus „Heldentaten eines Zwerkenkriegers. Die Erinnerungen von Grimbug Gambringson“

„[…]

Schlussendlich kamen wir, kurz nachdem Turin sich von uns verabschiedet hatte, gehetzt von den Räubern, aber unversehrt, in Silberquell an. Trotz unserer Erschöpfung erkannten wir zu unserer Freude und Erleichterung, dass die Sicherheitsmaßnahmen in Silberquell verstärkt wurden und die Palisaden schon fast wieder so wehrhaft waren wie vor dem feigen und schändlichen Angriff dieser Mörderbande.

Cadrach, unserer unermüdlicher Heilerzwerg, machte sich umgehend auf, um einige Besorgungen zu machen: Kräuter, sowie einige Blecheimer nebst den zugehörigen Seilen, wie sie zum Einsatz an Brunnen geeignet sind. Was er damit wollte, blieb zunächst unklar. Danach machten wir uns auf in den Gasthof der Dame Emildir.

Unterdessen hatte Leandros bereits allein die Dame Emildir aufgesucht und ein Gespräch mit ihr geführt, wie er uns später berichtete. Gegenstand dieses Gespräches war unsere Erkundung der Festung Tol Malbor und der Räuberbande unter der Führung von Cambre. Emildir zeigte sich sehr interessiert und wünschte, mit dem Anführer unserer Gruppe zu sprechen. Leandros, bezeichnete sich selbst als Anführer und veranlasste durch sein kühnes Auftreten Emildir zum Weiterreden. Daraufhin erzählte sie ihm einige sehr interessante, wenn auch höchst seltsame Geheimnisse: Cambre, der Anführer dieser Bande von Mördern und Halsabschneidern, sei ihr Ehegatte und der Vater von Turin. Er sei nicht immer so grausam gewesen, denn eine böse Hexe habe ihn verzaubert und seine gute Seele in einem magischen Gegenstand gebannt. Eine böse Seele habe sie im Austausch dafür von seinem Körper Besitz ergreifen lassen. Der Hexe sei es möglich, über einen Ring, den Cambre am Finger trägt, mit ihm auch über weite Strecken zu kommunizieren. Der Gegenstand jedoch, der als Gefäß für die gute Seele Cambres dient, werde von einer Gruppe von Priestern quer durch das Land getragen, damit er niemals an einem Ort verweile, und stets außerhalb der Dagorlad. Verbunden mit einem Sack voller Goldstücke (es müssen nahezu 1000 Münzen sein) erteilte Emildir Leandros den Auftrag, ihren Mann zu befreien und den Fluch zu lösen. Turin jedoch dürfe bis dahin nichts von der Sache erfahren, denn er weiß nicht, dass Cambre sein Vater ist.

Man kann sich vorstellen, dass Leandros sehr beeindruckt von der Geschichte war, zu beeindruckt, um sofort eine Entscheidung zu fällen. Daher erbat er sich etwas Bedenkzeit bis zum nächsten Morgen. Er meldete jedoch Bedenken an, was die uns von Bergil auferlegte Frist von einem Monat betraf. Auch hier schien Emildir uns helfen zu können, denn sie deutete an, dass es ihr möglich sei, diese Frist zu verlängern, da sie das ein oder andere gegen Bergil in der Hand habe. Emildir versprach, uns ein Zimmer bereiten zu lassen.

Auch wir anderen trafen später dann im Gasthof ein und fanden Leandros im extra für uns bereiteten Zimmer mit all dem Gold spielen. Unser Staunen war nicht schlecht bei diesem Anblick. Es wuchs jedoch noch einmal, als Leandros uns die Geschichte erzählte, die er selbst so eben vernommen. Wir beratschlagten noch die halbe Nacht, was nun als nächstes zu tun sei: das wichtigste schien, zunächst mehr zu erfahren über die Priester und den Gegenstand. Jedoch durften wir unsere Frist nicht außer Acht lassen: Cadrach ließ sich um keinen Preis davon abbringen, dass Bergil schnellstmöglich berichtet werden müsse, da er keine weiteren Todesopfer mehr ertrage. Wir beschlossen, den Auftrag anzunehmen, zunächst mehr Informationen zu beschaffen – von Emildir, von Leandros’ Vater Borothor per Kurier, auf dem Weg nach Tir Nindor durch eigene Erkundigungen - und uns dann um den magischen Gegenstand und die Priester zu kümmern. Denn wir waren davon überzeugt, dass wir diesen bräuchten, um Cambres Seele zu befreien. Mit diesem Gegenstand ausgerüstet wollten wir dann im Zuge des Überfalls auf Tol Malbor Cambre entführen und seine Seele befreien. Das war der Plan!

Am nächsten Morgen ging’s also zu Emildir. Sie erzählte uns, dass die Priester rote Gewänder tragen und zu fünft sind.

Leandros kramte in seinem Gedächtnis und …Bing! … Das Schwert von Vincent fanden wir bei fünf dahingemordeten Elben mit roten Gewändern. Welch eine Wendung! Also schien dieses Problem schon einmal gelöst. Nun wurde uns so einiges klar: Cadrach wusste nun, warum das Schwert intelligent war, und wir erkannten nun, warum Vincent sich manchmal so komisch verhält. Denn das Schwert mit der guten Seele und Cambres Körper, in der die böse Seele wohnt, scheinen sich gegenseitig abzustoßen.

Wir machten uns also frohen Mutes auf in Richtung Tir Nindor. Bei unserem Auszug aus Silberquell überreichte Cadrach dem guten, aber höchst einfältigen Wachmann Hargil die erstandenen Eimer. Ich vermute einmal, um DIESES Gesicht zu sehen, war es Cadrach das Geld wert. Hat halt Humor, mein Vetter!!!

Die erste Tagesreise verlief ereignislos und, noch immer beseelt von den Ereignissen der letzten beiden Tage, schlugen wir unser Nachtlager am Rande der Handelssstraße auf. Während dies geschah, machte sich eine Horde von Schleichkatzen über die Essenvorräte in Leandros’ Satteltaschen her. Als er dies bemerkte, war er offensichtlich viel zu verblüfft, um die Viecher zu vertreiben, denn erst nach geraumer Zeit wandte er sich an Asdemon, ihm behilflich zu sein. Asdemon seinerseits gelang es mit einer Beschwörung, eines der Tiere in einen Schlaf zu versetzen, welches wie vom Blitz getroffen zu Boden fiel und dort reglos liegen blieb. Die übrigen Tierchen zeigten sich völlig unbeeindruckt und fraßen fröhlich weiter. Leandros schien dies erst recht in Wut zu versetzen – diesmal auf Asdemon -, denn er fluchte leise vor sich hin, aufmerksame Beobachter konnten aber den Beginn einer Konzentrationsphase für eine Beschwörung bemerken. Schnell verjagte Asdemon die anderen Katzen. Welch eine Heldentat! Nur leider scheinen sich diese posierlichen Tierchen vor Angst in den Satteltaschen entleert zu haben. Jedenfalls war Leandros gezwungen, die Taschen zu reinigen, wollte er vermeiden, dass sein Kommen jeder tierischen und nicht-tierischen Nase zwei Meilen vor seiner Ankunft verraten wurde! Asdemon begann, das schlafende Tier unter seine Kontrolle zu bringen und fiel in eine Art Meditation. Seitdem hat er einen kleinen, katzenhaften Gefährten. Selbstverständlich konnte ich mich angesichts dieser gesamten Situation nicht mehr beherrschen und machte meiner Belustigung sehr laut und deutlich Luft. Leandros muss diese ganze Episode derart mitgenommen haben, dass er mir nicht einmal böse Blicke zuwarf! Cadrach ging sogar noch weiter: er brachte Leandros seinen Rucksack ebenfalls zur Reinigung, Und:er tat’s, er reinigte Cadrach den Rucksack! Er musste Fieber haben!!!

Die Nacht verlief ereignislos, ebenso der nächste Tag. All das schien uns in Sicherheit zu wiegen. Und so wurden wir nachlässig, was unsere eigene Sicherheit betraf. Bereits während der ersten Nachtwache in der nächsten Nacht, die Leandros alleine hielt, wurden wir überfallen: er selbst niedergeschlagen und bewusstlos, die anderen erwachten jeweils mit einem Mann über sich und einem Messer an der Kehle. Gegenwehr war zwecklos. Allesamt wurden wir komplett entkleidet und gebunden, dann auf unseren Wagen verfrachtet. Damit wir nichts sehen konnten und die Magiebegabten keine Beschwörungen sprechen konnten, bekam jeder einen metallenen Helm auf.

Während der Fahrt versuchten wir, uns aus unseren Fesseln zu winden, lediglich Leandros gelingt dies auch nach einiger Zeit. Gerade als er es geschafft hat und er den Helm abnimmt, sieht er bereits eine Faust in sein Gesicht fliegen. Diese streckt ihn wieder nieder, so dass er sich geschlagen geben muss. Während er erneut gefesselt wird, gelingt ihm jedoch eine derart mächtige Beschwörung, dass dem Räuber mit einem gigantischen Wasserstrahl die Gedärme weggeschossen werden. Röchelnd haucht er sein Leben aus. Diese nicht gerade leise Szene ruft aber alle anderen Räuber – übrig sind jetzt wohl noch 16, wie wir später zählen werden - auf den Plan, welche nun alarmiert sind, ihre Waffen ziehen und den Wagen umzingeln. Leandros – nun mit dem Schwert des Getöteten bewaffnet – befreit mich und startet einen Fluchtversuch. Er wendet sich nach rechts und versucht, zwischen zwei der Räuber hindurchzuschlüpfen und zu einem unserer Pferde zu entkommen. Diese beiden greifen mit ihren Schwertern Leandros’ ungeschützten Körper an. Mit einigen nicht unerheblichen Blessuren gelingt ihm jedoch die Flucht. Er schnappt sich eines der Pferde und reitet, als wäre der Dunkle Herrscher höchstpersönlich hinter ihm her. Aufgrund einiger waghalsigen Reitmanöver gelingt es ihm zu entkommen.

Unterdessen schafft es auch Cadrach, sich zu befreien. Auch er versucht zu fliehen, wird jedoch sofort von den Räubern auf den Pferden gestellt und niedergeschlagen. Ich selbst versuche eine Waffe in die Finger zu bekommen, denn die Räuber ringsum sowie zwei der Spießgesellen, die noch auf dem Wagen sind, rücken uns mit Ihren Schwertern bald zu Leibe. Nur ich kann nichts finden. Als ich aus dem Augenwinkel sehe, wie Cadrach fällt, ergebe ich mich, zumal Asdemon und die anderen noch immer gefesselt sind.

Allein, unbewaffnet, ungeschützt: ich hätte nichts tun können, außer zu sterben. Damit wäre niemandem von uns geholfen. Ich musste mich damit begnügen, dass Leandros’ Flucht glückte.

Wir alle wurden erneut und diesmal fester gefesselt und auf den Wagen geladen. Weiter ging die Fahrt. Zwei der Räuber blieben wohl zurück, um auf Leandros zu warten und ihn zu stellen, falls möglich. Nach kurzer Reise hielt der Tross an, die Räuber nahmen Cadrach mit und folterten ihn, scheinbar zum Spaß! Wir mussten all dies mitanhören! Armer Cadrach! Gut, dass Cadrach sich zu heilen imstande ist, wir anderen hätten schlechtere Karten. Aber das wird ihn wohl kaum trösten. Danach ging’s wieder weiter.

Das Pferd, welches Leandros in seiner hektischen Flucht zu fassen bekam, war dasjenige unseres Kameraden Akereth. Somit war Leandros wenigstens im Besitz einer Rüstung und einiger Waffen. Nachdem er merkte, dass er seine Verfolger abschütteln konnte, drehte er um, denn er konnte seine Kameraden ja nicht in der Gewalt der Räuberbande lassen, er musste zumindest versuchen, uns zu befreien.

Aus einer anderen Richtung kommend kehrt Leandros vorsichtig und leise an den Ort des Kampfes zurück und findet die beiden Räuber vor. Es gelingt ihm, einen der beiden niederzuschlagen, mit dem anderen entbrennt ein kurzer, aber heftiger Kampf. Da weder die Rüstung noch die Waffen Leandros’ eigene sind und weil er bereits verletzt und ziemlich erschöpft ist, muss er all sein Glück in die Waagschale werfen [Anm.: 3 Glückspunkte!!!], um den Kampf lebend zu überstehen. Zwar schafft Leandros es, seinen Gegner tödlich zu verwunden, er selbst jedoch geht ebenfalls bewusstlos zu Boden. Kurz bevor sein Gegner sein Leben aushaucht, gelingt es ihm, seinen niedergeschlagenen Kumpanen zu wecken. Der kann ihn zwar nicht retten, jedoch nimmt er Leandros erneut gefangen und bringt ihn zu uns zurück."

Zitat

"Es gibt drei Möglichkeiten, eine Firma zu ruinieren: mit Frauen, das ist das Angenehmste; mit Spielen, das ist das Schnellste; mit Computern, das ist das Sicherste."
- Oswald Dreyer-Eimbcke

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"Unsere Mannschaft ist vorne vom Feinsten bestückt... und ich genieße das von hinten. "
- Ein Torwart

Stratovarian male

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2

Sunday, December 19th 2004, 9:55pm

Tach,

den ersten Teil der Erlebnisse habe ich fertig, der Rest folgt später. Ist doch recht zeitaufwendig, das Ganze. Für heute mache ich Schluss, morgen komme ich mit Sicherheit nicht dazu, da wir morgen unsere Weihnachtsfeier haben, das dauert bis ..... Ich bemühe mich, den Rest am Dienstag zu posten.

Bleibt nur noch zu sagen, dass das ein total geiler Abend war, obwohl wir so wenige waren, obwohl wir so gut wie gar nicht gekämpft haben, und ich schon gar nicht, obwohl uns einige unserer Kameraden mit ihren Fähigkeiten gefehlt haben.

Dennoch haben wir ne Menge geschafft, im Plot sowieso, aber auch im Spiel (rudern, klettern, abseilen, Fallen suchen, .... ;-) ). Nur schade das Vincent nicht da war, ich hätte zu gern sein Gesicht gesehen, als uns klar wurde, dass wir den Gegenstand die ganze Zeit mit uns rumschleppen....


Bis denne
Strat

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3

Monday, December 20th 2004, 9:57am

Sehr nett erzählt, freue mich schon drauf, das weiter zu lesen.

P.S.: 3 Glückspunkte und dann trotzdem noch eine 50% Chance ob der mich umlegt. Glück muss man haben... *grins*
Orks sind wie Elben - nur hässlich.

Rûdhlain male

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4

Monday, December 20th 2004, 8:05pm

Hast dich wieder hinreissen lassen, nicht wahr? Bin gespannt auf den Rest der Geschichte.

rdln
"Er will mein Leben und mein Glück und fühlt nicht, daß der schon tot ist, der um seiner Sicherheit willen lebt."
- Johann Wolfgang von Goethe (Egmont) -

Stratovarian male

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5

Tuesday, December 21st 2004, 9:03pm

hier folgt der Rest...


"Somit waren wir wieder alle in Gefangenschaft vereint. Nach einem weiteren Tag erreichten wir die Sümpfe. Unser Wagen und unsere Pferde wurden zurückgelassen, ob des unwegsamen Geländes ging es zu Fuß weiter. Mittlerweile hatten wir Gewissheit, dass wir von Cambres Räuberbande gefangen genommen wurden und zurück zur Festung Tol Malbor gebracht werden sollten. Noch immer behelmt, konnten wir nur sehr wenig sehen. Was wir aber während des Marsches hörten, erfreute uns sehr. Denn am ersten Tag in den Sümpfen muss wohl eines der Riesenkrokodile einen unserer Häscher als Mittagsmahl verspeist haben, wie wir seinen Schmerzensschreien, den Schmatzgeräuschen der Kreatur und den Flüchen seiner Kumpane entnehmen konnten. Am zweiten Tag scheint ein Geist zwei weitere Räuber tief in die Sümpfe gelockt zu haben, die beiden kamen jedenfalls nicht wieder. Später dann passierte das Unglaubliche:

Wir hörten Flügelschlagen und Kampfeslärm, spürten Feuer, bemerkten heillose Verwirrung bei unseren Peinigern, und dann – Stille.

Schlussendlich wurden wir befreit von einem Wesen, das so unfassbar war, dass es mir noch heute eiskalt den Rücken herunter läuft, wenn ich nur daran denke. Ein gewaltiger Alter Orientaldrache – er muss annähernd sechzig Meter lang gewesen sein, allein sein riesiger Kopf maß achtzehn Fuß – kam uns in dieser Stunde der höchsten Not zu Hilfe. Nicht einer der Räuber überlebte seinen Angriff. Er befreite uns von den Helmen und unseren Fesseln. Keiner von uns wagte es sich zu bewegen. Cadrach fand schließlich als erster die Sprache wieder und erzählte dem Drachen beinahe alles, was in der letzten Zeit vorgefallen war (wer würde in einer solchen Situation auch lügen!). Noch immer konnte ich nicht glauben, dass ausgerechnet ein Drache unser Retter sein sollte. Jedenfalls wagte ich kein Wort zu sagen oder mich zu bewegen. Und dann sprach der Drache uns auch noch Mut für unsere Aufgabe zu und drückte ausgerechnet mir einen Gegenstand ihn die Hand, von dem er behauptete "Damit werdet ihr es schon schaffen!": ein eben erst "gepflückter" Ast, etwa 5 Fuß lang, mehrere Kilogramm schwer.

Mit mehreren großen Edelsteinen dankten wir dem Drachen für unsere Rettung. Cadrach und Leandros beteuerten dem Drachen gegenüber, dass sie ihm dienen werden. Mit den an die beiden gerichteten Worten "Ihr seid gezeichnet" entfaltete der Drache seine mächtigen Schwingen und erhob sich in den Himmel. Fassungslos starrten wir ihm nach. Nachdem ich meine Blicke wieder auf meine Kameraden richtete, sah ich – nichts. Denn noch ein Geschenk hatte der Drache uns gemacht: wir waren erneut unsichtbar. Wir alle sahen dies als einen Wink des Schicksals und beschlossen, unsere Aufgabe sofort anzugehen und nicht erst Bergil und seine Armee zur Verstärkung mit nach Tol Malbor zu bringen.

Wir bemächtigten uns wieder unserer Habe und sammelten noch einige der Waffen der Räuber ein, von denen Cadrach behauptete, dass sie eine magische Aura besäßen. Er wollte all diese Waffen später einer genaueren Prüfung unterziehen.

Den Weg nach Tol Malbor kannten wir noch sehr genau, und so gelangten wir ohne größere Schwierigkeiten zur Insel. Auf die gleiche Weise wie zuletzt gelang uns auch diesmal wieder der Zugang, nur tat sich diesmal Leandros als „Wasserratte“ hervor, denn er war es, der die Boote besorgte, mit dem wir jeweils übersetzten. Durch den Geheimgang ging es wieder in die Festung hinein, diesmal ohne unliebsame Überraschungen. Wachen waren nirgendwo zu entdecken.

Mittlerweile hatten wir ja erfahren, dass Cambre nicht in dem inneren Festungstrakt seinen Unterschlupf hatte, sondern in dem höchsten Turm der Festung, welcher sich über der hinteren Mauer erhob. Nach genauerer Untersuchung des Eingangs zum Turm mussten wir aber erkennen, dass uns hier der Weg versperrt blieb, denn das Schloss war an eine wohl tödliche Falle gekoppelt, welche wir gerade noch rechtzeitig entdeckten und welche bei Öffnen der Türe ohne den passenden Schlüssel ausgelöst werden würde.

So zogen wir die Mauer selbst in Erwägung und dank meiner enormen Kraft gelang es mir, zunächst mich selbst und danach meine Kameraden hochzuziehen. Auf dem Wehrgang der Mauer gab es allerdings keine Tür, die in den Turm führte, und so wandten wir uns nach rechts. Nach der Biegung der Mauer entdeckten wir eine Falltür mitten auf dem Wehrgang, welche den Weg nach unten versperrte. Keine weiteren Türen oder Eingänge irgendwohin waren zu entdecken, also probierten wir die Falltür aus. In Ermangelung einer Brechstange gelang es mir mittels Cadrachs Dolch und meiner großen Stärke, die Falltür aufzuhebeln und schließlich ganz zu öffnen, so dass wir hinein konnten. Ich ließ meine Kameraden und danach mich selbst an einem Seil herab.

Wir landeten in einer Kammer, von der ein Gang durch die Mauer in Richtung des Turmes führte. Stetig fiel dieser Gang ab, so dass wir uns schon bald unter dem Turm befanden. Und genau darunter war eine Tür auf dem Gang, welche wir vorsichtig öffneten. Jedoch führte diese Tür zu einer mit spitzen Pfählen gespickten Grube, die sich unter der Falle befand, welche wir zuvor entdeckten. Wir mussten also den Gang weiter hinab. Vorsichtig, stets auf der Hut vor weiteren Fallen und auf der Suche nach Geheimöffnungen, arbeiteten wir uns vorwärts. An der nächsten Biegung muss ich eine Bodenplatte berührt haben, welche als Auslöser einer Falle diente. Ich warf mich schnell nach vorn und warnte meine Kameraden, es mir gleichzutun. Aule sei Dank reagierten alle sehr schnell, denn alsbald hörten wir ein mächtiges Poltern hinter uns im Gang und kurze Zeit später schlug ein riesiger Felsblock dort, wo wir alle uns noch vor Sekunden selbst befunden hatten, in die Wand ein. Zweifelsohne sollte dieser Felsbrocken unvorsichtige Eindringlinge davon abhalten, weiter vorzudringen. Wir jedoch hatten noch einmal Glück gehabt.

Noch vorsichtiger ging es dann weiter. Obwohl wir uns an dem Fels hätten vorbeischlängeln können, beschlossen wir den Gang zunächst weiter zu erkunden. Nach einiger Zeit fanden wir in der Wand des Ganges eine kreisrunde Vertiefung, die am Rand fünf Ecken aufwies. Wir vermuteten, dass es sich hier um einen Schließmechanismus handelte, der mittels eines zu der Vertiefung passenden Scheibe aus Holz oder Metal betätigt werden konnte. Cadrach war überzeugt davon, dass es sich bei den Ecken um die fünf Spitzen eines Pentagramms handeln müsste, welches sich auf der Scheibe befindet. Er behauptete, dass er Spuren dieses Musters in der Vertiefung fand, ich jedoch konnte nichts erkennen.

Wir überlegten, ob unsere handwerklichen Fähigkeiten ausreichten und ob es möglich wäre, eine solche Scheibe an Ort und Stelle herzustellen, in Ermangelung des richtigen Werkzeuges mussten wir aber einsehen, dass dies wohl nicht gelänge.

Wir beratschlagten, was las nächstes zu tun sei…"

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6

Tuesday, December 21st 2004, 9:10pm

sooooo, fertich!!!!

aber ganz schön anstrendend und zeitintensiv. ich hoffe, es gefällt euch und kommt dem erlebten recht nahe. am ende (als wir in dem gang sind) bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich alles habe, ich hab nämlich am ende nicht mehr mitgeschrieben. mir ist, als hätte ich einges vergessen, aber ihr könnt und sollt mich gern korrigieren.



ich wünsche euch allen ein frohes weihnachtsfest und einen guten rutsch!!!

bis denne
euer strato

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Ithanauer male

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Wednesday, December 22nd 2004, 9:02am

Ich hasse Zufallsbegegnungen. Die machen immer das ganze Abenteuer kapput! :(


gez.: Eure SL
The truth may be out there, but lies are inside your head.
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Irgendwann findet man mal das Ende eines Regenbogens und stellt fest, dass diese Koboldsau eine Bombe in den Kessel gelegt hat!
- abgewandelter Spruch aus "Transformers - Die Rache" -

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8

Wednesday, December 22nd 2004, 9:39am

Hmm, das Pentagramm habe ich ja noch mitbekommen, heisst das ihr habt kurz nach meinem Aufbruch Cut gemacht?

Ithanauer male

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9

Wednesday, December 22nd 2004, 9:45am

So richtig.
Hatte mit drei Mann keinen Sinn mehr. Außerdem war ich hundemüde. Konnte mich auch kaum noch konzentrieren.
Ich glaube dieser Spielabend geht als der kürzeste Rolemasterspielabend langweg in die Geschichtsbücher. Nur knappe 6 Stunden Spiel...
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Thursday, December 23rd 2004, 9:43am

Feine Erzählung, Herr Zwerg... Ich hatte mit etwas KÜRZEREM gerechnet. :rofl:

Aber im Ernst: Gut gemacht! Ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht.

@ SL: Und diesmal bitte nicht mehr in Unterwäsche kämpfen lassen. :klatsch:
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