Ich hab das ganze schon vor ca 10 Tagen an Ithi gemailt, aber der Spam Filter hat's wohl aussortiert.
Here again! (Trommelwirbel) Brego proudly presents (hüpf) the letzte Spieleabend (handstandmach):
Das Schicksal trieb mich, Brego Hammerhand, nach Minas Anor. Es soll die größte und prunkvollste Stadt in Mittelerde sein. Ich kann es nur bestätigen. Die Einwohner allerdings sind geizig. Vielleicht mögen sie keine Nordmenschen. Ich hatte Schwierigkeiten meinen Lebensunterhalt mit Gaukeleien zu bestreiten. Meine Musik vermochte die Leute nicht zu begeistern und auch die üblichen Taschenspielertricks, die ich übrigens sehr gut beherrsche, ernährten mich eher schlecht als recht.
Ich spielte bereits mit dem Gedanken der Stadt den Rücken zu kehren, als das Schicksal mir fünf Abenteurer schickte, die auf mich einen recht erfahrenen und wohlhabenden Eindruck machten. Ich lenkte ihre Aufmerksamkeit auf mich, indem ich ein kleines Jonglierkunststück zum besten gab. Meine Bemühungen brachten mir sechs Silberstücke ein. Zudem versprach mir der Größte der Gruppe ein Goldstück, wenn ich ihn bis zur nächsten Stadt mit meinen Kunststücken unterhalte. Wie lange hatte ich kein Goldstück mehr gesehen! Ich willigte sofort ein und zeigte meine Freude, indem ich mit meiner Trommel um den Hageren herumtanzte und kleine artistische Einlagen zum besten gab. Der Hagere, er heißt übrigens Vincent, war recht angetan und ich hatte das Gefühl, daß er die Aufmerksamkeit die ich ihm schenkte genoss, vielleicht ist er in seinem bisherigen Leben immer zu kurz gekommen, wer weiß das schon. Ansonsten beteht die Gruppe aus Asdemon und Leandros, beide sind Menschen, sowie aus Cadrach und Grimbug, beides Zwerge.
Ich kenne zwar das Ziel dieser Gruppe nicht, aber wenn man ein Goldstück verdienen kann, fragt man auch nicht viel. Vor allem, wenn Fragen stellen etwas schwierig ist, wenn man stumm ist. Wir verließen Minas Anor und ritten Richtung Norden. Am zweiten Tag wurden wir von vier riesigen Bären angegriffen. Meine Einschätzung über die Erfahrung der Gruppe bestätigte sich. Die Bären wurden souverän besiegt (Elbenhaar). Asdemon schaffte es sogar, eines der Tiere als Gefährten zu gewinnen.
Auf der Handelsstraße begegneten wir einem Händler. Er war mit einem großen Planwagen unterwegs. Wir ritten auf ihn zu und schauten, was er anzubieten hatte. Er reichte mir ein Fläschchen und ich probierte. Es war Alkohol! Ich gab die Flasche weiter und kaufte ein Fäßchen. Der Zwerg namens Grimbug kaufte ebenfalls ein Fäßchen und schüttete den Inhalt sofort in sich hinein. Es kostete uns einen Tag, bis der Zwerg wieder nüchtern war („Wohlan Freunde!“-“Da lang!“).
Es mochte spätmittags gewesen sein, als eine seltsame Dunkelheit uns umfing. Diese begann, sich an einer Stelle über der Handelsstraße zu sammeln. Cadrach, im Umgang mit der Magie bewandert, tippte auf ein Sphärentor und zauberte eine Grube unter die Dunkelheit. Keine Sekunde zu spät, denn ein Wesen mit Hufen und einem Widderkopf trat aus diesem Tor heraus und purzelte in die Grube. Zwei anderen Wesen erging es genau so. Um sicher zu gehen vertiefte Cadrach die Grube, doch bevor wir reagieren konnten, verschwanden die seltsamen Wesen. Jemand glaubte zu sehen, daß die Kreatur mit dem Widderkopf einen Brief mit sich trug...An dieser Stelle möchte ich einmal den schlechtem Zustand der gondorianischen Handelsstrassen anprangern. Diese riesengroßen Löcher sind eine Gefahr für die Allgemeinheit!
Tags darauf ereichten wir die Festung Tir Nindor. Vincent zahlte mir das leicht verdiente Goldstück. Dann fing die Gruppe an zu diskutieren. Ich verstand ihr Gespräch nicht. Sie erzählten etwas über eine schwarze Kugel, einen Nachschuboffizier und daß sie hier nicht willkommen seien. Einer wollte sogar hinter einen Wandteppich schauen! Hatte ich mich in diesen Leuten getäuscht?
Ich wollte mich gerade verabschieden, als von irgendjemandem der Vorschlag kam, dass man Orks jagen solle, um deren Kopfprämien zu kassieren und somit in die Festung zu gelangen. Die Festung interessierte mich nicht, aber das Kopfgeld umso mehr. Ich ritt der Gruppe einfach hinterher und keiner machte Anstalten mich zu vertreiben.
Wir waren nicht lange unterwegs, als uns eine Rotte Orks, angeführt von einem gefährlichen Troll, überraschte. Wir hatten keine Chance zu entkommen, da die Orks sofort ihre Bögen zogen und schossen. Grimbug versuchte sie in den Nahkampf zu zwingen, das war sein Verhängnis: Er legte die halbe Distanz zu den Orks zurück, dann prasselte ein Pfeilregen auf ihn herab und streckte ihn nieder. Nach einigen Salven warfen die Orks die Bögen beiseite und gingen in den Nahkampf über. Cadrach beschützte einen Großteil der Gruppe durch einen Erdwall und eine Luftwand. Leandros zog sich auf eine sichere Distanz zurück und beschoss weiterhin den Troll. Ich suchte ebenfalls eine sichere Distanz auf, allerdings nur um den Kampf zu beobachten. Und es schien hoffnungslos: Die Orks waren deutlich in der Überzahl und schienen uns einfach zu überrennen. Da wendete Leandros das Blatt, indem er den Troll tödlich verletzte. Die Orks, ihres Anführers beraubt, wurden deutlich schwächer. Auch ich wagte mich nun in den Kampf und mit letzter Anstrengung errangen wir den Sieg. Doch er hatte einen bitteren Beigeschmack: Grimbug und Asdemon waren tot und selbst Cadrach der Heiler vermochte es nicht, sie ins Leben zurückzurufen.